Wohnungen: Mieter im Märkischen Viertel protesten gegen Baupläne

Die Gesobau will Parkhäuser abreißen, um Wohnungen zu bauen. Die Mieter sind wütend über die Pläne.

Noch können Harald Liefke und seine Frau Ursula den Ausblick aus ihrem Arbeitszimmer über die Lübarser Felder und die Kleingartenkolonie genießen. Doch schon bald soll ihnen nach den Plänen des städtischen Wohnungsunternehmens Gesobau AG ein achtgeschossiges Wohnhaus die Sicht verstellen und ein flaches, angrenzendes Parkhaus ersetzen. "Und das, wo unsere Parkplatzsituation im Märkischen Viertel eh schon prekär ist", schimpft Harald Liefke. "Wo sollen nun noch die neuen Mieter parken?"

Das Paar lebt an der Finsterwalder Straße und hat einen Stellplatz im Parkhaus nebenan gemietet. Sie organisieren mit anderen Mietern einen Protest, der sich gegen die Bauvorhaben richtet. 80 Unterschriften haben sie schon gesammelt und eine Protestnote an die Gesobau und Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) gerichtet.

Die Baupläne sehen im Detail vor, das Parkhaus am Senftenberger Ring ab Juli 2017 und das Parkhaus an der Finsterwalder Straße ab Januar 2018 abzureißen, bestätigt das Unternehmen. Am Senftenberger Ring werde ein neues, acht Stockwerke hohes Parkhaus mit 550 Stellplätzen gebaut. An der Finsterwalder Straße soll hingegen die Parkfläche weichen und ein Hochhaus mit 80 Wohnungen in acht Etagen entstehen.

Gesobau wehrt sich gegen Vorwürfe

"In den Bauvorhaben und Planungen bis 2026, die in unserer Mieterzeitschrift angekündigt wurden, war nie die Rede von beiden Projekten", sagt Liefke. Er vermutet dahinter eine Verschleppungstaktik, um Protest zu verhindern. Die Leiterin der Gesobau-U...

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