Wohnungsbau in Berlin: Bund: Noch keine Klarheit über Altlasten am Flughafen Tegel

Entwürfe Tegel

Berlin.  Die Pläne der Landesregierung für die künftige Nutzung des Flughafengeländes in Tegel sind bekannt, nicht aber, wie stark der Boden dort mit Schadstoffen verseucht ist. Auch ist offen, ob noch Blindgänger im Untergrund lauern. "Aussagen zur Bodenbelastung können erst getroffen werden, wenn das Gelände außer Betrieb genommen und für Untersuchungen frei zugänglich ist", antwortete Jens Spahn (CDU), Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, auf eine Anfrage der FDP im Bundestag. Kampfmittel seien auf Teilflächen entfernt worden, damit Flugzeuge gefahrlos starten und landen können, erläuterte Spahn. Bislang sei aber keine Aussage darüber möglich, ob die Flächen auch für den Bau von Wohnungen geeignet sind.

Der Flughafen Tegel soll sechs Monate nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld schließen. Die ist für Oktober 2020 geplant. Auf dem rund 460 Hektar großen Areal in Tegel sollen dann ein Forschungs- und Gewerbepark sowie Wohnhäuser errichtet werden. 159 Hektar des Geländes gehören Berlin, 302 Hektar dem Bund.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christoph Meyer sagte zu Spahns Äußerungen: "Das zeigt, dass man auf Bundes- und auf Senatsseite nicht genau weiß, welche Kosten auf das Land noch zukommen. Das ist für uns alle komplett eine Blackbox." Die FDP macht sich seit Jahren dafür stark, den Flughafen Tegel nicht zu schließen. Jedem sei klar, dass nach Jahrzehnten des Flugbetriebs mit erheblichen Bodenbelastungen zu rechnen...

Lesen Sie hier weiter!