Wohnungsmangel: Steigende Mieten treffen Tausende Studenten in Berlin

Unter zehn Euro kalt pro Quadratmeter sind kaum Unterkünfte zu haben. Landeseigene Unternehmen planen jetzt neue Apartments.

Drei Monate hat es gedauert, bis Lisa-Sophie Meyer (26) eine bezahlbare Wohnung fand. Nicht in Mitte, nicht in Kreuzberg oder dem angesagten Nord-Neukölln, sondern in Wedding, an der Seestraße. "Es gab oft Tage, da wurden zehn bis 20 neue Wohnungen in das Internetportal eingestellt, aber bezahlbar war davon für mich keine einzige", sagt die Studentin der Nordamerikastudien. Sie arbeitet neben dem Studium in der Marketingabteilung eines Berliner Start-ups, kann dadurch bereits mehr zahlen als viele andere Berliner während des Studiums. Dennoch war es schwer für sie, eine Wohnung zu finden, die weniger als 500 Euro warm kostet.

Die Mieten für Studentenwohnungen sind seit Beginn des Jahrzehnts stark gestiegen – in Berlin mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Die Preiserhöhungen liegen weit über der allgemeinen Teuerungsrate, wie aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht. In Berlin koste eine Studentenunterkunft mittlerweile knapp zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und sei damit im Vergleich zu 2010 um mehr als 50 Prozent teurer. Insgesamt analysierten die IW-Mitarbeiter den Wohnungsmarkt in 15 Universitätsstädten. Teuerste Stadt für den akademischen Nachwuchs ist laut der Studie München, wo eine durchschnittliche Studentenbleibe im zweiten Halbjahr 2016 bereits mehr als 17 Euro pro Quadratmeter kostete.

"Klein, aber wenigstens einigermaßen bezahlbar"

"Wenn ich mal eine passende Wohnung herausgesucht hatte, waren bei der Besichtigun...

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