Wohnungsmarkt: Wo die Mieten steigen und warum die Berliner nicht umziehen

Früher suchten die Berliner am Stadtrand ein grünes Wohnumfeld – heute bezahlbare Mieten. Doch auch in den Außenbezirken wird es eng.

Für Wohnungssuchende hat sich die Situation auf dem Berliner Mietenmarkt erneut verschlechtert. Allen Bemühungen des Senats zum Trotz, den Preisanstieg einzudämmen und das Angebot an landeseigenen Wohnungen zu erhöhen, sind die Mieten in Berlin im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. Wer eine neue Wohnung bezog, musste dafür im Mittel 9,07 Euro kalt pro Quadratmeter zahlen, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht 2016 hervor, den die Investitionsbank Berlin (IBB) am Freitag vorlegte. Besorgniserregend ist vor allem der Blick auf das vierte Quartal 2016: Ende vergangenen Jahres nahm die Preisdynamik wieder stark zu, der Mietpreis kletterte auf 9,65 Euro.

"Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt deutlich verstärkt hat", sagte Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Der IBB-Bericht sei eine wichtige Arbeitsgrundlage ihres Hauses, aus dem sich der Handlungsbedarf für ihre Behörde ableiten lasse. So müsse festgestellt werden, dass das Mietpreiswachstum mittlerweile ein stadtweites Phänomen sei, das darauf hinweise, dass auch am Stadtrand kaum noch Leerstandsreserven vorhanden seien. "Das erklärt auch, wieso die Berliner, einst Umzugsweltmeister, mittlerweile kaum noch umziehen", sagte Lompscher. Die Umzugsrate, die vor wenigen Jahren bei mehr als 13 Prozent gelegen habe, habe sich mit 7,7 Prozent fast halbiert.

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