Wohnungsmarkt in Berlin: Pankow will zweites Geisterhaus in Weißensee sanieren lassen

Berlin. Wieder ein Eingriff, wieder in Weißensee: Nach dem Erfolg bei der Wiederbelebung eines seit 30 Jahren leerstehenden Gründerzeit-Mietshauses im Komponistenviertel prüft das Bezirksamt in der Nachbarschaft jetzt intensiv einen zweiten Fall: Diesmal gilt es den Verfall eines Altbaus an der Woelckpromenade 7 zu stoppen. Auch hier steht eine Sanierung durch den Eigentümer genau wie beim ersten Fall in der Smetanastraße seit Langem aus. Und auch hier könnte die selbe Strategie zur Aktivierung der unvermieteten Wohnungen – es sind zehn an der Zahl – zum Einsatz kommen. Sie sieht vor, dass der Bezirk eine Zweckentfremdung von Wohnraum durch Leerstand feststellt und eine Neuvermietung über einen Treuhänder selbst in die Hand nimmt. In Berlin betritt Pankow mit diesem Verfahren, das manche als Beschlagnahmung von Privatbesitz ansehen, Neuland.

Denkmalschutz bereitet Probleme bei Sanierung des zweiten Geisterhauses in Weißensee

Doch eine Anfrage der Pankower Linken-Fraktion beim Bezirksamt ergibt: Der neue Fall in der Woelckpromenade ist in einem bestimmten Punkt noch komplizierter als der erste Schlag in Weißensee in der Smetanastraße. Dort galt es laut Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) immerhin mit einer Eigentümerin, die der Reichsbürgerbewegung nahe steht und sich staatlichen Weisungen nicht fügen wollte, zu verhandeln. Was die Treuhänder-Lösung diesmal zusätzlich erschwert, ist der Denkmalschutz.

Verfallenes Denkmal: Ein Blick auf die Balkonbrüstungen des Hauses in der Woelckpromenade zeigt deutliche Schäden. Thomas Schubert / BM

Offenbar ist die Eigentümerin in der Woelckpromanade durchaus gewillt, die Problemimmobili...

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