Women's March: Mira Sorvino lobt Kampf gegen das "Raubtier" Weinstein

(sob/spot)
Mira Sorvino erzählte erst kürzlich, vergewaltigt worden zu sein. (Bild: carrie-nelson/ImageCollect)

Beim Women's March, einem Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte, haben am Samstag in Los Angeles tausende Demonstranten teilgenommen, darunter Politiker und Hollywood-Größen. Unter anderem haben sich die Schauspielerinnen Mira Sorvino (52, "Look Away") und Marlee Matlin (54, "Gottes vergessene Kinder") auf der Bühne zu aktuellen Themen wie den Missbrauchsfällen in der Unterhaltungsbranche geäußert, berichtet "Deadline".

Sorvino lobt mutige Menschen

Die Oscar-Preisträgerin Mira Sorvino bezog sich bei ihrer Rede vor allem auf den aktuellen Missbrauchs-Prozess um Harvey Weinstein (67), bei dem sie selbst als Anklägerin auftritt. "Raubtiere, die bisher Immunität genossen haben und somit fähig waren, die Menschen um sie herum zu verletzen und deren Möglichkeit zu zerstören, in einer sicheren und fairen Umgebung zu arbeiten, sind nun historisch zur Rechenschaft gezogen worden", sagte Sorvino, die eine der ersten Frauen war, die Weinstein sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte.

"Dank des Mutes hunderter Frauen, Männer und Kinder, die die Wahrheit gesagt haben, verstehen die Harvey Weinsteins, Jeffrey Epsteins, Bill Cosbys und R. Kellys endlich, dass wir eine Gesellschaft sind, die deren Verhalten nicht mehr toleriert - egal wie berühmt sie sind."

Kritik an Donald Trump

Nicht nur mit Berühmtheiten aus der Unterhaltungsbranche Hollywoods ist abgerechnet worden, sondern auch mit US-Präsident Donald Trump (73). Die gehörlose Schauspielerin Marlee Matlin schoss gegen dessen Politik: "Seid ihr bereit für vier weitere Jahre voller Rassismus und Fanatismus? Nein! Seid ihr bereit für vier weitere Jahre voller Umweltzerstörung und Deregulierungen? Nein! Seid ihr bereit für vier weitere Jahre, in denen Kinder hinter Gittern sind? Nein!", erklärte die Oscar-Gewinnerin in Gebärdensprache.

Jenner fordert mehr Transgender-Rechte

Caitlyn Jenner (70) forderte mehr Rechte für Transgender. Gemeinsam könne man die Gesellschaft, seine Familie, seine Freunde und Kollegen dazu bringen, damit das Land sich wandle, sagte sie.

Unter anderem nahmen auch die Schauspielerinnen Tatiana Maslany (34), Rosanna Arquette (60) und Bella Thorne (22) am Women's March teil und hielten kurze Reden.