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Woraus besteht eigentlich Glukosesirup?

Zucker steckt in mehr Lebensmitteln als mancher denkt. Um süße oder auch pikante Speisen herzustellen, gibt es viele verschiedene Zuckerarten. Dazu gehört auch Glukosesirup, der oft in Zutatenlisten von verarbeiteten Lebensmitteln zu finden ist.

Glukosesirup findet bei der Lebensmittelherstellung oft Verwendung. (Bild: Getty Images)
Glukosesirup findet bei der Lebensmittelherstellung oft Verwendung. (Bild: Getty Images)

Zucker ist fast ein Alleskönner. Er kann Bitterkeit überdecken, Wasser binden, Strukturen sowie Volumen positiv beeinflussen, die Farbe von Produkten ändern und vieles mehr. Weil Zucker darüber hinaus auch noch günstig ist, wird er in der Lebensmittelindustrie häufig eingesetzt, um den Geschmack oder das Mundgefühl von Produkten zu verbessern. Das gilt nicht nur für süße Lebensmittel, er steckt zum Beispiel auch in Heringssalat, Gurken aus dem Glas, Sekt und Tomatensoße.

70 Namen für Zucker

Aber – wie wir wissen – ist Zucker nicht gerade förderlich für die Gesundheit. Hoher Konsum macht sich schnell auf der Waage bemerkbar, kann Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden auslösen und sogar Krebserkrankungen begünstigen.

Wer ganz auf Zucker verzichten oder den Konsum einschränken will, hat es oft schwer. Denn Zucker wird unter vielen Begriffen geführt, er taucht unter 70 weiteren "Decknamen" in den Zutatenlisten von Lebensmitteln auf. Besonders häufig findet er sich dort unter dem Begriff Glukosesirup.

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Diese Zuckerart ist auch als Stärkesirup oder Bonbonsirup bekannt und wird meist aus Weizen- oder Maisstärke gewonnen. "Um Glukosesirup herzustellen, wird die Stärke in ihre Zuckerbausteine aufgespalten", erklärt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern das Verfahren. Die so gewonnenen Bausteine aus Glykosemolekülen sind die Basis des Sirups. Der Wasseranteil dieser eingedickten Lösung liegt bei maximal 30 Prozent.

Gesetzlich vorgeschriebene Bezeichnungen

Manchmal enthalte Glykosesirup auch geringe Mengen anderer Zuckerarten, wie etwa Fruktose, so die Verbraucherzentrale. Liege deren Anteil über fünf Prozent, müsse das auch an der Bezeichnung ersichtlich sein. Die Zutat müsse dann als Glukose-Fruktose-Sirup ausgewiesen werden. Besteht die Zuckermischung zu mehr als 50 Prozent aus Fruktose, werde sie unter dem Namen Fruktose-Glukose-Sirup geführt.

Besonders beliebt ist Glukosesirup bei vielen Lebensmittelherstellern, weil er gleich mehrere nützliche Eigenschaften mitbringt, so die Verbraucherzentrale. So könne er nicht nur unterschiedlich stark süß schmecken, sondern auch verhindern, dass Gebäck austrocknet oder sich Zuckerkristalle in Eis bilden. Ernährungsexpertin Danitschek empfiehlt, auf die Zutatenlisten zu achten: "Glukosesirup und andere Zucker sind in vielen verarbeiteten Produkten zu finden. Wer wissen will wie viel Zucker in Lebensmitteln steckt sollte auf die Nährwerttabelle schauen".

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