Rund 3000 Sharp-Angestellte verzichten gegen Abfindung auf ihren Job

Kriselnder Konzern will insgesamt 5000 Stellen streichen

Gegen eine Abfindung verlassen rund 3000 Mitarbeiter den angeschlagenen japanischen Elektronik-Konzern Sharp. Insgesamt hätten sich 2960 Angestellte bereiterklärt, zum 15. Dezember das Unternehmen zu verlassen, teilte Sharp am Dienstag mit. Der Konzern hatte angesichts sinkender Verkaufszahlen angekündigt, weltweit 5000 seiner rund 57.000 Stellen zu streichen, die meisten davon in Japan.

Die Abfindungen belasten die Bücher laut Sharp mit 25,3 Milliarden Yen (250 Millionen Euro). Das wären für jeden der knapp 3000 Angestellten, die nun gehen, umgerechnet einmalig rund 84.000 Euro.

Die japanische Elektronik-Branche leidet seit Jahren unter dem starken Yen, der harten Konkurrenz aus Taiwan und Südkorea und der schleppend laufenden Weltwirtschaft. Jüngst sorgte darüber hinaus ein diplomatischer Streit mit China für zusätzliche Umsatzeinbußen. Sharp rechnet für das laufende Geschäftsjahr bis März mit einem Riesenverlust von 450 Milliarden Yen (4,5 Milliarden Euro).

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