WWF vermeldet Rekordbeteiligung bei "Earth Hour" in Deutschland

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WWF-Aktivist in Panda-Kostüm schaltet Brandenburger Tor aus

Bei der diesjährigen "Earth Hour" für mehr Klimaschutz hat es am Samstagabend in Deutschland eine Rekordbeteiligung gegeben. Insgesamt 575 Städte und Gemeinden hätten teilgenommen, zusammen mit 448 Unternehmen an 716 Standorten und unzähligen Privatpersonen, erklärte der WWF. Weltweit gingen in 192 Ländern aus Anlass der nunmehr bereits 15. "Earth Hour" um 20.30 Uhr die Lichter aus - auch das ein Rekord.

In Europa erloschen unter anderem die Lichter am Brandenburger Tor und Schloss Neuschwanstein, am Moskauer Kreml, dem Eiffelturm in Paris, dem Londoner Parlament und dem Kolosseum in Rom. Zuvor blieben bereits unter anderem Sydneys berühmtes Opernhaus sowie die Skylines asiatischer Metropolen von Singapur bis Hongkong jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde im Dunkeln.

Das Schlusslicht bildete der südamerikanische Kontinent. Dort hüllte sich unter anderem der Obelisk in Buenos Aires und das Zukunftsmuseum in Rio de Janeiro in Dunkelheit. Millionen Menschen weltweit feierten laut WWF zudem die "Stunde der Erde" in den eigenen vier Wänden.

Überschattet wurde die "Earth Hour" in diesem Jahr von der Corona-Pandemie. Wegen der landesweit geltenden Ausgangssperre ab 19.00 Uhr schauten in Paris nur wenige Menschen zu, wie die drei Stufen des Eiffelturms nach und nach dunkel wurden. Am Kolosseum kontrollierte die Polizei die Papiere einer kleinen Gruppe von Schaulustigen. Und auch in anderen Städten sorgten die Corona-Beschränkungen für geringere Zuschauerzahlen als gewöhnlich.

Die seit 2007 jährlich stattfindende Veranstaltung ruft zum Handeln gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Umwelt auf. In diesem Jahr wollten die Organisatoren auch auf den Zusammenhang zwischen der Zerstörung der Natur und dem zunehmenden Auftreten von Krankheiten hinweisen, die vom Tier auf den Menschen übergehen - darunter auch die vom Coronavirus ausgelöste Covid-19-Erkrankung.

"Es ist unsere moralische Verantwortung, die Natur zu schützen. Sie nach und nach zu zerstören, erhöht jedoch auch unsere Anfälligkeit für Pandemien, beschleunigt den Klimawandel und bedroht unsere Ernährungssicherheit", sagte WWF-Generaldirektor Marco Lambertini. Der WWF Deutschland erklärte, die bundesweite Rekordbeteiligung zeige, dass im Superwahljahr 2021 niemand mehr am Klimaschutz vorbeikomme.

ans/mkü