Yamaha, Kawasaki, Suzuki und Honda arbeiten an Batteriewechsel-System

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Honda EV Cub Concept

Die Lösung für Elektro-Motorräder?

Bislang wurden die meisten Elektro-Motorräder von einzelnen Unternehmen entwickelt. Doch nun kündigten Yamaha, Suzuki, Kawasaki und Honda an, dass sie zusammen an einem System zum Batteriewechsel für E-Motorräder arbeiten wollen.

Andere Ideen zur emissionslosen Mobilität:

Mit der Kooperation wollen die vier größten Motorradhersteller Japans ihre Anstrengungen zur Entwicklung der Batterie-Swap-Technologie bündeln. Die Tauschstationen würden ähnlich wie die heutigen Tankstellen nur einen kurzen Stopp erfordern, man würde die leere Batterie entfernen und eine frisch aufgeladene anschließen. In wenigen Minuten wäre man wieder auf der Straße.

Auch eine Standardisierung der Batterien wird angestrebt. Die vier Hersteller würden die gleichen Akkus einbauen, so dass alle Fahrer das gleiche Netz von Tauschstationen nutzen könnten. Hauptziel der Zusammenarbeit ist die Förderung der Elektromobilität in Japan, doch auch andere Märkte könnten irgendwann davon profitieren.

Ein Batteriewechselsystem hatte schon das israelische Start-up-Unternehmen Better Place von Shai Agassi vorgeschlagen, allerdings für Autos. Die 2007 gegründete Firma hatte große Pläne und war in allen Medien. Ab 2012 wurden in Israel dann die ersten Renault Fluence Z.E. mit Wechselakku ausgeliefert. Doch 2013 ging das Unternehmen Pleite, es hatte sich finanziell übernommen und die nachfrage war geringer als von Agassi gedacht. Für Zweiräder arbeiten auch der koreanische Rollerhersteller Kymco und Yamaha sowie Gogoro für ihre Elektro-Roller an einem Batterie-Swap-System, wie RideApart.com berichtet.

Quelle: RideApart.com