Yellen warnt vor politischem Druck auf Unabhängigkeit der US-Notenbank

US-Notenbankchefin Yellen hat vor einer politischen Einmischung in die Unabhängigkeit der Fed gewarnt. US-Präsident Trump hatte Yellen im Wahlkampf vorgeworfen, die Zinsen künstlich niedrig zu halten, um die Wirtschaftsbilanz Obamas aufzumöbeln

US-Notenbankchefin Janet Yellen hat vor einer politischen Einmischung in die Unabhängigkeit der Fed gewarnt. "Ich sorge mich immer über Bedrohungen für unsere Unabhängigkeit", sagte Yellen am Montag bei einer Veranstaltung in der University of Michigan. Es sei "sehr wichtig" und führe zu besseren Entscheidungen zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung, wenn eine Zentralbank ihre Geldpolitik "frei von kurzfristigem politischem Druck" festlegen könne.

Yellen kam nicht ausdrücklich auf US-Präsident Donald Trump zu sprechen. Dieser hatte Yellen im Wahlkampf vorgeworfen, die Zinsen künstlich niedrig zu halten, um die Wirtschaftsbilanz des damaligen Präsidenten Barack Obama aufzumöbeln. Seit dem Wahlsieg Trumps erhöhte die Fed bereits zwei Mal leicht den Leitzins.

Die Unabhängigkeit der Notenbank verlange dennoch Transparenz und die Übernahme von Verantwortung, betonte Yellen, die noch von Obama zur Zentralbankchefin ernannt worden war. Sie verwies unter anderem darauf, dass sie zwei Mal im Jahr vom US-Kongress befragt wird und die Zentralbank zudem die Protokolle ihrer Beratungen zur Geldpolitik veröffentlicht.

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