Zahl der Asylbewerber im Februar weiter rückläufig

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist weiter rückläufig. Im Februar 2018 wurden 11.007 Neuankömmlinge registriert, wie das Bundesinnenministerium am Montag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl damit um 23,0 Prozent

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist weiter rückläufig. Im Februar wurden 11.007 Neuankömmlinge registriert, wie das Bundesinnenministerium am Montag mitteilte. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres sank die Zahl der Asylgesuche damit um 23,0 Prozent. Auch gegenüber dem Januar weist die Statistik für Februar einen leichten Rückgang aus: im ersten Monat diesen Jahres hatte die Zahl noch bei 12.285 gelegen.

Die neuen Flüchtlinge kamen im Februar vor allem aus Syrien (2218), Irak (1052) und Nigeria (799). Die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gestellten förmlichen Asylanträge lag im Monat Februar 2018 bei 12.490. Dazu gehörten Erst- und Folgeanträge.

Im Februar 2018 entschied das Bamf über die Anträge von 21.301 Menschen. 3.335 wurden nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt. 2.385 erhielten den eingeschränkten subsidiären Schutz, bei dem ein Nachzug von Familienangehörigen derzeit nicht möglich ist. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 1128 Flüchtlingen Abschiebungsverbote festgestellt. Abgelehnt wurden die Anträge von 7.882 Flüchtlingen.

Seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise mit rund 890.000 Flüchtlingen im Jahr 2015 sind die Zahlen kontinuierlich zurückgegangen. Der am Montag unterzeichnete Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht vor, dass ein Korridor von 180.000 bis 220.000 Flüchtlingen pro Jahr nicht überschritten werden soll.