Zahl der ehrenamtlich engagierten älteren Deutschen deutlich gestiegen

Auch bei der freiwilligen Feuerwehr engagieren sich viele Deutsche

Vor allem unter älteren Deutschen ist die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dies geht aus dem neuen sogenannten Engagementbericht der Bundesregierung hervor, mit dem sich das Kabinett am Mittwoch in Berlin befasste.

Demnach stieg der Anteil der ehrenamtlich engagierten 70- bis 74-Jährigen zwischen 2000 und 2014 deutlich von 16 auf 27 Prozent, derjenige der 75- bis 79-Jährigen von 14 Prozent auf 21 Prozent. In der etwas jüngeren Gruppe der 65- bis 69-Jährigen gab es einen Zuwachs von 19 auf 26 Prozent. Aber auch in fast allen anderen Altersstufen gab es Steigerungen.

So erhöhte sich der Anteil der ehrenamtlich engagierten Menschen unter 19 Jahren im selben Zeitraum von neun auf zwölf Prozent, bei den 20- bis 29-Jährigen legte er von zwölf auf 14 Prozent zu. "Der zweite Engagementbericht zeigt, wie stark die Kräfte sind, die unser Land zusammenhalten", erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD).

Mehr als 30 Millionen Menschen engagierten sich freiwillig ehrenamtlich. Sie brächten ihre Zeit ein, um anderen zu helfen und "mit anzupacken", ergänzte die Ministerin am Mittwoch in Berlin. "Sie sind der Motor, der unsere Demokratie am Laufen hält."

Seit 2009 erstellt eine unabhängige Expertenkommission in jeder Legislaturperiode einen Bericht über den Stand des ehrenamtlichen Engagements für Bundesregierung und Bundestag. Ein Schwerpunkt der aktuellen Bestandsaufnahme ist das Wechselspiel von demografischem Wandel und ehrenamtlichem Engagement.

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