Zahl der Opfer nach Großbrand in südirakischem Krankenhaus auf 64 gestiegen

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Krankenhaus in Flammen

Nach einem verheerenden Großbrand auf einer Corona-Station in einem Krankenhaus der südirakischen Stadt Nasiriyya ist die Zahl der Todesopfer auf 64 gestiegen. 39 Leichen seien bisher identifiziert und ihren Angehörigen übergeben worden, sagte ein Vertreter der Gerichtsmedizin am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Nach seinen Angaben könnten noch weitere Opfer unter den Trümmern begraben sein.

Der Brand im Al-Hussein-Krankenhaus am Montagabend war nach Angaben von Ärzten durch die Explosion von Sauerstoffflaschen ausgelöst worden. Die Regierung leitete Ermittlungen zu den Hintergründen ein. Iraks Präsident Barham Saleh machte auf Twitter die "anhaltende Korruption und Misswirtschaft" für die "Katastrophe" verantwortlich.

Der Irak erholt sich nur langsam von den jahrzehntelangen Kriegen und internationalen Sanktionen. Ein Großteil seiner Gesundheits-Infrastruktur ist marode, während die weitverbreitete Korruption Investitionen in öffentliche Dienstleistungen massiv behindert.

Erst im April hatte es in der Hauptstadt Bagdad einen verheerenden Brand in einer Corona-Klinik gegeben, bei dem 82 Menschen starben und 110 weitere verletzt wurden. Der damalige Gesundheitsminister Hassan al-Tamimi trat als Reaktion auf die Brandkatastrophe zurück. Das Feuer wurde damals ebenfalls durch eine Explosion falsch gelagerter Sauerstoffflaschen ausgelöst.

ans/noe

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