Zahl der Todesopfer nach Überschwemmungen in Kentucky steigt auf mindestens 26

Nach den starken Überschwemmungen im US-Bundesstaat Kentucky ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 26 gestiegen. Gouverneur Andy Beshear sagte am Sonntag im Fernsehsender NBC, dass die Rettungskräfte "noch wochenlang Leichen finden werden". Die US-Wetterbehörde National Weather Service warnte indes vor weiteren Überschwemmungen in weiten Teilen der USA.

Die Einsatzkräfte gingen derzeit von Haus zu Haus, während sich die Wetterbedingungen weiter verschlechterten, sagte Beshear. Es sei "eine der verheerendsten, tödlichsten Überschwemmungen unserer Geschichte", sagte er dem Sender NBC. Und es regne weiter. Einige Gebiete des Hochwassergebiets waren am Wochenende weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten - wegen überfluteter Straßen, unterspülter Brücken und gestörten Mobilfunkempfangs.

US-Präsident Joe Biden hatte wegen der Überschwemmungen den Katastrophenfall ausgerufen. Dadurch kann die US-Bundesregierung den Staat Kentucky bei Hilfe und Wiederaufbau nach der Flut unterstützen. 13 Bezirke im Osten des Bundesstaats waren überflutet worden. Viele Straßen und Brücken in der bergigen Region, die aufgrund des Niedergangs der Kohleindustrie von Armut geprägt ist, wurden beschädigt oder zerstört.

Der Bundesstaat im Osten der USA war von heftigen Regenfällen heimgesucht worden. In manchen Gegenden fielen binnen 24 Stunden rund 20 Zentimeter Regen. Straßen verwandelten sich in Flüsse, zahlreiche Häuser wurden von den schwammig-braunen Fluten überschwemmt.

In den USA, aber auch in vielen anderen Ländern, werden derzeit verstärkt extreme Wetterphänomene beobachtet. Nach Einschätzung von Experten ist diese Häufung eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels.

Der National Weather Service warnte am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter vor "zunehmender und sich ausbreitender Überschwemmungsgefahr" wegen Starkregens und Unwettern in weiten Teilen der Vereinigten Staaten - unter anderem im Zentrum und Osten Kentuckys.

se/lan

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