Zahl der Todesopfer bei US-Weihnachtsparade steigt auf sechs

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Improvisierte Gedenkstätte in Waukesha (AFP/Mustafa Hussain)

Zwei Tage nach der tödlichen Fahrt eines Autofahrers in eine Weihnachtsparade im US-Bundesstaat Wisconsin ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Ein Kind erlag seinen Verletzungen, wie Staatsanwältin Susan Opper am Dienstag bei einer Gerichtsanhörung sagte. Der mutmaßliche Täter werde daher jetzt des sechsfachen Mordes beschuldigt.

Der Mann war am Sonntag mit einem roten SUV in eine Weihnachtsparade in der 70.000-Einwohner-Stadt Waukesha im Großraum Milwaukee gerast. Fünf Menschen starben noch vor Ort, dutzende weitere wurden verletzt, darunter zahlreiche Kinder.

Die Ermittler gehen nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Vielmehr sei der 39-jährige Täter offenbar nach einem Streit geflohen.

Das nun gestorbene Kind wurde von seinen Eltern in einem im Internet veröffentlichten Spendenaufruf als der achtjährige Jackson Sparks identifiziert. "Heute Nachmittag ist unser lieber Jackson traurigerweise seinen Verletzungen erlegen und gestorben", schrieben die Eltern. Ihr zwölf Jahre alter Sohn Tucker sei bei der Parade ebenfalls verletzt worden, aber auf dem Wege der Besserung.

Außer Jackson wurden bei dem Vorfall vier Frauen und ein Mann getötet und nach jüngsten Angaben 62 Menschen verletzt. Angesichts der vielen Verletzten prüfe die Staatsanwaltschaft weitere Anklagepunkte, sagte Ermittlerin Opper. Der mutmaßliche Täter erschien am Dienstag mit Handschellen und gesenktem Kopf vor Gericht. Der Justiz zufolge droht ihm mehrfach lebenslänglich. Das Gericht setzte für ihn eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar fest.

Nur wenige Wochen vor dem Vorfall war der mutmaßliche Täter im nahe gelegenen Bundesstaat Milwaukee wegen häuslicher Gewalt festgenommen worden. Er soll die Mutter seines Kindes geschlagen und angefahren haben. In diesem Zusammenhang wurden jetzt Fragen laut, warum der Mann anschließend gegen die minimale Kaution von 1000 Dollar freigelassen wurde. Bereits in der Vergangenheit war er mehrfach wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden.

gt/jep

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