Zehn Wohnungen nach gewalttätigen Auseinandersetzungen von Herne durchsucht

Polizeikräfte am 14. Oktober in Herne

Wenige Wochen nach den Ausschreitungen in Herne vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Syrien hat die Polizei die Wohnungen von zehn Tatverdächtigen durchsucht. Die Polizeiaktion am Mittwochmorgen in neun Wohnungen in Herne und einer Wohnung in Gelsenkirchen diente der Sicherung von Mobiltelefonen und anderen Speichermedien, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Bochum mitteilten. Die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel dauerte demnach an.

Bei den Auseinandersetzungen am 14. und am 21. Oktober hatte es Gewalttätigkeiten unter anderem an einem türkischen Café in der Innenstadt von Herne gegeben. Die Ausschreitungen vom 14. Oktober ereigneten sich bei einer Demonstration, an der viele Kurden teilnahmen. Der Bochumer Staatsschutz ermittelt seither wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, des Verstoßes gegen das Waffengesetz und der gefährlichen Körperverletzung.