Zehntausende protestieren in Bologna gegen rechtsradikale Lega

Sardinen bei der Demonstration in Bologna

In Bologna sind am Sonntag zehntausende Menschen gegen die rechtsradikale Lega des früheren italienischen Innenministers Matteo Salvini auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 40.000 Menschen an der Protestaktion, zu der die sogenannte Sardinen-Bewegung aufgerufen hatte. Eine Woche vor der Regionalwahl in der Emilia Romagna im Nordosten Italiens warnten sie mit Luftballons und Plakaten in Form von Sardinen vor einem Sieg der Lega.

Die Wahl in der Emilia Romagna am kommenden Sonntag könne zu einem "Wendepunkt in der italienischen Politik" werden, sagte der Sardinen-Mitgründer Mattia Santori der Zeitung "La Repubblica". Salvini hofft auf einen Sieg in der Region, die bisher eine Hochburg der Linken ist. Er setzt darauf, dann die Regierung aus der sozialdemokratischen PD und der Fünf-Sterne-Bewegung in Rom zu Fall zu bringen und Neuwahlen durchzusetzen.

Die Sardinen-Bewegung hatte sich Mitte November als Reaktion auf den Sieg der Lega bei der Regionalwahl in Umbrien formiert. Seitdem mobilisierte die Bewegung zahlreiche Menschen bei Protestzügen in Städten wie Rom, Mailand, Florenz, Neapel und Palermo.