Zehntausende wollen in Berlin gegen TTIP demonstrieren

«Foodwatch»-Mottowagen vor dem Reichstag. Foto: Michael Kappeler

Mehrere zehntausend Menschen werden heute zu einer Demonstration gegen das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP in Berlin erwartet. Die Organisatoren rechnen mit 50.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland; bei der Polizei sind 100.000 Menschen angemeldet.

Organisiert wird der Protest von Umwelt-, Sozial-, Kultur- und Verbraucherverbänden, darunter dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Kritiker des Abkommens befürchten eine Aushöhlung europäischer Regeln und ein Sinken ökologischer und sozialer Standards. Sie fordern, die TTIP-Verhandlungen mit den USA zu stoppen und das mit Kanada verhandelte Ceta-Abkommen nicht zu ratifizieren. Der Protestzug soll am Hauptbahnhof starten. Die Abschlusskundgebung ist nahe der Siegessäule geplant.

Auch die SPD-Linke pocht auf Nachverhandlungen bei Ceta. Sie setzt damit ihren Parteichef und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel unter Druck. «Es kann nicht sein, dass das Abkommen genau die privaten Schiedsgerichte enthält, die die EU-Kommission bei TTIP bereits verworfen hat», sagte der Chef der SPD-Linken im Bundestag, Matthias Miersch, der Deutschen Presse-Agentur.

Aufruf Demonstration