Zeitumstellung als Politikum: Die Sommerzeit ist vielen ein Dorn im Auge

Ob die Zeitumstellung die Landtagswahl im Saarland beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Kaum einer will sie. Alle halbe Jahre wettern Initiativen und Parteien gegen die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung. So hat erst im Januar die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Positionspapier zur Abschaffung der Zeitumstellung verabschiedet. Sie beklagt in dem Papier „hohe finanzielle und administrative Kosten“ und „gesundheitliche Beeinträchtigungen für Mensch und Tier“. Und  fordert die EU-Kommission auf, einen Vorschlag zur Änderung der Regelung der Sommerzeit vorzulegen, „mit dem Ziel, die Zeitumstellung abzuschaffen und gleichzeitig eine Neuregelung für ein weiterhin dauerhaftes einheitliches Zeitregime in Europa zu treffen.“ Das Papier folgt auf Parteitagsbeschlüsse, die die CSU bereits 2013 und die CDU 2014 gefasst haben. Aber wenn selbst eine Regierungspartei sich seit Jahren für eine Neuregelung einsetzt, warum geht immer noch nichts voran?

Sommerzeit kann nur EU-weit abgeschafft werden

Die Abschaffung durchzuwinken, ist gar nicht so einfach.  Selbst wenn das Positionspapier den Bundestag erreicht, kann dieser nicht im Alleingang handeln. Die Sommerzeit wurde EU-weit eingeführt – und kann auch nur im Einvernehmen aller Mitgliedstaaten wieder abgeschafft werden. „Irgendwann ist die Richtlinie einmal beschlossen worden, aber der Aufwand diese jetzt wieder zurückzunehmen ist viel größer“, sagt Herbert Reul, der für die CDU im Europaparlament sitzt und sich dort seit über zehn Jahren für die Abschaffung einsetzt.

„Wenn die Kommission ihrerseits einen Vorschlag machen würde, müssten die Mitgliedstaaten diesem nur noch zustimmen und umsetzen“, so Reul. Die EU-Kommission spielt jedoch den Ball zurück und sieht die Mitgliedstaaten am Zug. Dafür bräuchte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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