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ZEW-Konjunkturerwartungen steigen deutlich an

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten und -expertinnen für Deutschland haben sich im März deutlich verbessert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg um 11,8 Punkte auf einen Wert von 31,7 Punkten an (Axel Heimken)
Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten und -expertinnen für Deutschland haben sich im März deutlich verbessert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg um 11,8 Punkte auf einen Wert von 31,7 Punkten an (Axel Heimken)

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten und -expertinnen für Deutschland haben sich im März deutlich verbessert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg um 11,8 Punkte auf einen Wert von 31,7 Punkten an, wie das Institut am Dienstag erklärte. Grund für den Optimismus sind demnach die in absehbarer Zeit erwarteten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der Umfrage des ZEW zufolge gehen 80 Prozent der Befragten davon aus, dass die EZB in den kommenden sechs Monaten die Leitzinsen senken wird. Dies könne auch eine Erklärung für die optimistischeren Erwartungen in der Baubranche sein, erklärte der Präsident des Instituts, Achim Wambach. Für diesen Sektor stiegen die Erwartungen um 17,6 Punkte. Sie liegen mit minus 27,4 Punkten aber immer noch deutlich im negativen Bereich.

Auch die aktuelle konjunkturelle Lage bewerteten die Expertinnen und Experten weiterhin sehr schlecht: Die Einschätzung lag bei minus 80,5 Punkten und damit weiterhin "auf sehr niedrigem Niveau".

Das ZEW fragt für den Index monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungskonzernen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten, die Aufschluss über die weitere Konjunkturentwicklung geben. Dazu gehören Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkurse und der Ölpreis. Der ZEW-Index gilt als wichtiger Indikator für die künftige ökonomische Entwicklung Deutschlands.

An der aktuellen Umfrage vom 11. bis zum 18. März beteiligten sich laut ZEW 166 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anlegerinnen und Anleger.

mb/ilo