Zivilprozess um Berliner Goldmünzendiebstahl im Februar

Fast drei Jahre nach dem Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum zieht der Eigentümer der Münze am 21. Februar in einem Zivilprozess vor das Landgericht. Der Eigentümer wurde bisher von der Versicherung nur zum Teil entschädigt und klagt auf Zahlung des vollen Werts, wie das Berliner Landgericht am Mittwoch mitteilte. Der Diebstahl der Münze mit einem Verkaufswert von 3,75 Millionen Euro hatte Ende März 2017 weltweit Schlagzeilen gemacht.

Den Gerichtsangaben zufolge ist offen, ob bereits am 21. Februar eine Entscheidung fällt oder ob die Zivilkammer einen Verkündungstermin für einen anderen Tag bestimmen wird.

Parallel läuft seit einem Jahr der Strafprozess gegen vier mutmaßliche Täter. Drei miteinander verwandte Angeklagte sollen die Sonderprägung "Big Maple Leaf" gestohlen haben. Die deutschen Staatsbürger gehören zu einer aus dem Libanon eingewanderten Großfamilie, deren Mitglieder immer wieder durch Straftaten auffallen.

Der damals als Wachmann im Museum arbeitende vierte Angeklagte soll das Trio zuvor mit Informationen versorgt haben. Der Verbleib der Münze ist ungeklärt. Für den Strafprozess sind bislang Termine bis Ende Februar angesetzt.