Zoll beschlagnahmt Rekordmenge von viereinhalb Tonnen Kokain in Hamburger Hafen

Polizei und Zoll haben im Hamburger Hafen eine weitere Großlieferung mit rund 700 Kilo Kokain beschlagnahmt. Die Drogen entdeckten sie im April in einem mit Bananen beladenen Frachtcontainer. Nun wurde ein letzter Verdächtiger in Mazedonien gefasst

Der Zoll hat in einem Container im Hamburger Hafen die Rekordmenge von viereinhalb Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufswert von fast einer Milliarde Euro beschlagnahmt. Die Drogen seien bereits vor rund zwei Wochen bei einer Kontrolle entdeckt worden, teilte das Hamburger Hauptzollamt am Freitag mit. Es handle sich um die größte Kokainlieferung, die in Deutschland je entdeckt worden sei.

Demnach wurden die Drogen bei einer routinemäßigen Risikokontrolle in einem Frachtcontainer mit Sojabohnen entdeckt, der per Schiff aus Montevideo in Uruguay über Hamburg ins belgische Antwerpen unterwegs war. Es handelte sich um mehr als 4200 Pakete in 211 Sporttaschen. Internationale Drogenhändlerringe schmuggeln Kokain häufig auf diese Weise in Containern aus Südamerika nach Europa.

Nach Angaben des Hamburger Zolls hätte das hochreine Kokain nach der üblichen Streckung mit anderen Substanzen einen Menge ergeben, die im Straßenverkauf annähernd eine Milliarde Euro eingebracht hätte. "Diese enorme Menge stellt die größte Einzelsicherstellung von Kokain in Deutschland dar", teilte die Behörde weiter mit.

In den vergangenen Jahren waren in Deutschland mehrfach bereits Kokainlieferungen von bis zu rund einer Tonne entdeckt worden. Allein im Hamburg zog der Zoll bedingt durch drei größere Einzelfunde im vorigen Jahr nach eigenen Angaben insgesamt 3,8 Tonnen aus dem Verkehr.