Zollitsch beklagt Gewaltausbrüche und fordert Engagement für Frieden

Freiburg (dapd-bwb). Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch beklagt eine Zunahme von Gewalt in der Gesellschaft und fordert mehr Engagement für Frieden ein. In Deutschland zeige sich nahezu täglich die menschliche Aggression, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz laut Redemanuskript in seiner Weihnachtspredigt.

Als Beispiele nannte er die brutale Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz im November und Eskalationen in Schulen und Fußballstadien. In einem Land, in dem Fernsehsender sogar an Weihnachten stundenlang brutale Thriller ausstrahlten, "darf uns das eigentlich nicht wirklich überraschen", fügte der Erzbischof an.

Zollitsch warnte zudem vor verbalen Gewaltausbrüchen: "Worte können zerstörerisch, ja tödlich wirken." Im Internet würden Menschen unter dem Deckmantel der Anonymität verleumdet und entwürdigt.

Der Erzbischof appellierte an die Menschen, für Frieden zu kämpfen: "Die Gabe des Friedens wird uns zur Aufgabe gegeben. Eine Gesellschaft, die sich dieser Aufgabe nicht stellt, ist eine arme Gesellschaft - auch wenn sie materiell noch so reich wäre."

dapd

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