Zorn neuer Generalinspekteur der Bundeswehr

Die Bundeswehr hat einen neuen ranghöchsten Soldaten: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) führte am Donnerstag den neuen Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, in sein Amt ein

Die Bundeswehr hat einen neuen ranghöchsten Soldaten: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) führte am Donnerstag den neuen Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, in sein Amt ein. Der 58-Jährige erklärte, er wolle die Soldaten auf dem "bereits eingeschlagenen Weg zur weiteren Verbesserung der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft und zur Weiterentwicklung der Ausbildung mit Optimismus mitnehmen".

Zorn tritt die Nachfolge von Volker Wieker an, der am Mittwochabend von der Verteidigungsministerin im Bendlerblock mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden war. Als ranghöchster Soldat der Bundeswehr ist er der Vorgesetzte der gesamten Truppe. Außerdem wirkt er an den verteidigungspolitischen Planungen der Bundesregierung mit.

General Zorn war bisher Leiter der Personalabteilung im Verteidigungsministerium. In seiner Laufbahn bei der Bundeswehr war Zorn zwei Mal im Auslandseinsatz auf dem Balkan. Als Kommandeur der Luftlandebrigade 26 und als Kommandeur der Division Schnelle Kräfte (DSK) zeichnete er verantwortlich dafür, die nötigen Truppen zur nationalen Krisen- und Reaktionsvorsorge zu stellen. Diese Kräfte kommen zum Einsatz, wenn deutsche Staatsbürger im Ausland evakuiert werden müssen, und sind regelmäßig in den Einsatzgebieten der Bundeswehr.

Der gebürtige Saarländer absolvierte neben der deutschen auch die französische Generalstabsausbildung. Die Entscheidung für Zorn kann daher auch als Zeichen an die Regierung in Paris gewertet werden, die eine engere verteidigungspolitische Zusammenarbeit in der EU und die Schaffung einer neuen Interventionstruppe europäischer Staaten anstrebt.

Mit Zorn trete "ein vielfach bewährter militärischer Führer das verantwortungsvolle Amt des Generalinspekteurs an", erklärte von der Leyen. Sie habe in der Vergangenheit "vertrauensvoll" mit ihm zusammengearbeitet.