Zu nett für den Dienst: Chinesische Polizei versteigert Hunde

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Eine Polizeihundeschule versteigert 54 Tiere, die es nicht ganz zur Ausbildung geschafft haben. Weil sie nicht richtig apportieren können, zu zahm sind oder nicht kräftig genug gebaut für Dienst.

Dieser Deutsche Schäferhund hat es in den Dienst geschafft. Anders erging es 54 Tieren, die nicht in der Polizeihundeschule ausgebildet werden. (Symbolbild: gettyimages)
Dieser Deutsche Schäferhund hat es in den Dienst geschafft. Anders erging es 54 Tieren, die nicht in der Polizeihundeschule ausgebildet werden. (Symbolbild: gettyimages)

Zu lieb für den Dienst: Eine Polizeihundeschule in China, genauer in der nordöstlichen Provinz Liaoning, versteigert diese Woche Hunde, die nicht die Voraussetzungen für den Job erfüllen. Die Auktion findet am Mittwoch statt, insgesamt kommen 54 Tiere unter den Hammer.

Bei den meisten handelt es sich um Deutsche Schäferhunde – eine typische Rasse für Polizeihunde, weil sie körperlich robust und sehr intelligent sind. Auf der Liste stehen aber auch nahe Artverwandte, etwa Belgische Schäferhunde.

„Nicht athletisch genug“

Wie CNN berichtet, seien die 54 Tiere durch eine Art „Vorhundeschule“ gefallen, in der vor allem das Wesen der Hunde – aber auch schon einige grundlegende Fähigkeiten – getestet wurden.

Die Hunde hätten sich demnach zu zaghaft oder gar furchtsam verhalten. Sie hätten nicht gebissen, wenn es ihnen befohlen wurde oder wollten nicht richtig apportieren. Außerdem würden manche nicht die körperlichen Voraussetzungen für den Polizeidienst erfüllen, sie seien „nicht athletisch genug“.

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Vertrag legt gute Versorgung fest

Die Polizei von Liaoning betonte, dass es sich nicht um Polizeihunde handelte, die aussortiert wurden, sondern um Hunde, die nicht zur langen und komplizierten Ausbildung an der Polizeihundeschule zugelassen wurden.

Bei der öffentlichen Auktion kann jede*r mitbieten, die Startpreise sind festgelegt und liegen umgerechnet bei knapp 30 Euro. Allerdings wird vertraglich festgelegt, dass die Hunde nicht weiterverkauft werden dürfen. Und es gibt eine Klausel, die festlegt, dass die neuen Besitzer*innen "die staatlichen Vorschriften für die Aufzucht und Pflege der Hunde" beachten – dass sie also gut für die Hunde sorgen werden.

Hunde bekommen online Mitgefühl

Solche Auktionen sind keine Seltenheit, dieses Jahr wurden bereits zwei in Liaoning abgehalten – im März und im Juni. Beide ohne großes öffentliches Interesse. Die anstehende Auktion diese Woche hingegen ging auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo viral, ein zugehöriger Hashtag wurde über 160 Millionen Mal geklickt.

Viele Kommentator*innen schrieben laut CNN, sie könnten sich gut in die Tiere hineinversetzen und wie es sich anfühle, einen schwierigen Test nicht zu bestehen. Andere forderten die künftigen Besitzer*innen auf, sich gut um die Tiere zu kümmern.

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