Zuckerberg hat seit 2019 fast 50 Milliarden Dollar im Metaverse verloren – mehr als der Autohersteller Ford oder der Lebensmittelhersteller Kraft Heinz wert sind

Mark Zuckerberg. - Copyright: Justin Sullivan/Getty
Mark Zuckerberg. - Copyright: Justin Sullivan/Getty

Mark Zuckerbergs Meta hat insgesamt fast 50 Milliarden US-Dollar an Metaverse-Verlusten angehäuft. Eine Summe, die den Marktwert vieler bekannter Unternehmen und das Vermögen einiger der reichsten Menschen der Welt in den Schatten stellt.

Der Eigentümer von Facebook, Instagram und WhatsApp hat in seinem Geschäftsbereich Reality Labs seit Anfang 2019 kumulierte 47 Milliarden US-Dollar verloren. Das ergab eine Analyse der behördlichen Unterlagen durch Business Insider. Der Betriebsverlust des Segments hat sich von unter fünf Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 auf über zehn Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 ausgeweitet. Fast 14 Milliarden US-Dollar Verlust gab es im Jahr 2022. Dieses Jahr liegt er nördlich von 11 Milliarden US-Dollar in den ersten neun Monaten.

Die Metaverse-Verluste sind hoch — und können weiter steigen

Zuckerberg und sein Team gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. "Wir erwarten, dass unsere RL-Betriebsverluste im Jahr 2024 deutlich ansteigen werden", heißt es in den Ergebnissen des dritten Quartals von Meta. "Viele unserer RL-Investitionen sind auf langfristige, innovative Forschung und Entwicklung von Produkten für das Metaverse ausgerichtet, die möglicherweise erst im nächsten Jahrzehnt vollständig realisiert werden."

Metas Metaverse-Verluste übersteigen bis heute die Marktkapitalisierung vielen Unternehmen. Darunter zum Beispiel der Autohersteller Ford (45 Milliarden US-Dollar), Kaffeemaschinenhersteller Keurig Dr. Pepper (41 Milliarden US-Dollar), Schokoladenhersteller Hershey (39 Milliarden US-Dollar) oder Lebensmittelproduzent Kraft Heinz (39 Milliarden US-Dollar). Sie könnten bald Sportkleidungshändler Lululemon (49 Milliarden US-Dollar), Fastfoodkette Chipotle (50 Milliarden US-Dollar), Discounter Target (51 Milliarden US-Dollar) und Getränkehersteller Monster Beverage (52 Milliarden US-Dollar) an Größe überholen.

Wären die 47 Milliarden US-Dollar von Meta das Nettovermögen einer Einzelperson, würden sie im "Bloomberg Billionaires Index" unter den ersten 25 Plätzen rangieren. Damit liegt es noch vor Nike-Mitbegründer Phil Knight und seiner Familie (39 Milliarden US-Dollar), Nvidia-CEO Jensen Huang (36 Milliarden US-Dollar) und Citadel-CEO Ken Griffin (35 Milliarden US-Dollar). Sie wären auch fast halb so viel wert wie Zuckerberg (105 Milliarden US-Dollar).

Zuckerberg guckt weiter in die Zukunft

Es ist wichtig zu betonen, dass das Metaversum-Geschäft nur einen kleinen Teil von Meta als Ganzes ausmacht. Zuckerbergs Unternehmen erwirtschaftete zwischen Januar und September 94 Milliarden US-Dollar Umsatz. In seiner Hauptsparte "Family of Apps" betrug der Betriebsgewinn 42 Milliarden US-Dollar. Verglichen dazu die eine Milliarde US-Dollar Umsatz und ein Verlust von 11,5 Milliarden US-Dollar im RL-Geschäft. Infolgedessen erwirtschaftete Meta in diesem Zeitraum immer noch ein Betriebsergebnis von über 30 Milliarden US-Dollar.

Zuckerberg setzt sich seit Jahren für Virtual Reality, Augmented Reality und andere Metaverse-Technologien ein. Als sein Unternehmen 2014 den VR-Pionier Oculus übernahm, hatte er die Vision, dass jeder Mensch auf der Welt das Gefühl haben könnte, bei einem NBA-Spiel am Spielfeldrand, bei einem Taylor Swift-Konzert auf der Bühne oder bei einer Harvard-Vorlesung in der ersten Reihe zu sitzen.

Es ist unklar, ob sich Zuckerbergs große Wette auf das Metaversum letztendlich auszahlen wird. Aber die Metaverse-Verluste in diesem Bereich sind auf jeden Fall beachtlich und werden in den nächsten Jahren noch weiter wachsen.

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