Zuckerberg sagt Konsequenzen aus Mord-Video auf Facebook zu

Facebook testet im Kampf gegen Fake News neuen Button

Nach der Veröffentlichung eines Mord-Videos auf Facebook hat der Chef des sozialen Online-Netzwerks, Mark Zuckerberg, Konsequenzen zugesagt. "Wir werden weiter alles tun, was für können, damit solche Tragödien nicht geschehen", sagte Zuckerberg am Dienstag bei der Eröffnung der jährlichen Entwickler-Konferenz von Facebook im Silicon Valley. Sein Unternehmen habe noch "viel Arbeit" vor sich. Zuckerberg sprach den Angehörigen und Freunden des Mordopfers sein Mitgefühl aus.

Am Sonntag hatte der 37-jährige Steve Stephens auf Facebook ein Video veröffentlicht, in dem zu sehen ist, wie ein 74-Jähriger in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio aus nächster Nähe erschossen wird. In einem anderen Video behauptete Stephens, insgesamt bereits 13 Morde begangen zu haben und weitere Menschen töten zu wollen. Die Polizei leitete eine landesweite Großfahndung ein. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd im Bundesstaat Pennsylvania beging Stephens am Dienstag Suizid.

Facebook hatte am Sonntag auf die Mord-Bilder erst mit zwei Stunden Verzögerung reagiert und das Mordvideo gelöscht sowie Stephens' Konto gesperrt. Laut Facebook-Vize Justin Osofsky erhielt das Unternehmen erst mehr als eine Stunde und 45 Minuten nach dem Mordvideo eine Meldung. 23 Minuten später habe das Unternehmen Stephens' Konto gesperrt.

Es ist nicht das erste Verbrechen, das auf Facebook veröffentlicht wurde. Auch Videos von mutmaßlichen Vergewaltigungen wurden bereits in dem Online-Netzwerk gezeigt.

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