Zufallsfund beim Gärtnern: Mann entdeckt mysteriöse Grabsteine

Eigentlich wollte Jason Blackburn lediglich den Hinterhof seines Hauses in Memphis, Tennessee frühlingsfit machen, als er den Schock seines Lebens bekam. Denn beim Auflockern seiner Gartenbeete stieß der Krankenpfleger auf 13 massive Grabsteine in der Erde. Erst hatte er etwas Bammel, weiterzugraben, doch dann siegte die Neugierde.

„Oh mein Gott, hoffentlich sind da keine Leichen in meinem Garten vergraben“, habe er zunächst befürchtet, berichtete Jason Blackburn der Lokalzeitung „The Commercial Appeal“. „Ich meine, das ist ja wohl die erste Reaktion, wenn man in seinem Garten buddelt und auf Grabsteine stößt. Das ist ziemlich gruselig. Noch dazu die Zahl 13. Auch das Haus ist im Jahr 1913 erbaut“, ergänzt der 35-Jährige.

Doch nach dem ersten Schock siegte die Neugierde. Im Internet suchte Blackburn nach den auf den Steinen eingemeißelten Namen – schnell wurde der Mann fündig. Er fand heraus, dass es sich um Weltkriegs-Veteranen und deren Angehörige handelt, die in den 1960er Jahren verstarben. Über den Namen Arthur Woodson konnte er in Erfahrung bringen, dass die Grabmäler vermutlich zunächst auf dem „Memphis National Cemetery“, einem bekannten Veteranenfriedhof, lagen.

„Ehrlich gesagt, habe ich nicht die geringste Ahnung, wie die Grabmäler in den Garten gelangen konnten“, so Ramon Miller, Direktor des „Memphis National Cemetery“ gegenüber dem Lokalblatt „Commercial Appeal“. Vermutlich seien die Steine in den 70er Jahren vom Gelände verschwunden. „Sie sind Staatseigentum und hätten den Friedhof auf keinen Fall verlassen dürfen.“

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Der Hobbygärtner, der erst ein knappes Jahr in dem Haus lebt, hatte die Grabsteine etwa acht Zentimeter unter der Erde gefunden, so die Tageszeitung weiter. Dass noch mehr solche Steine auf dem Anwesen vergraben sind, ist nicht ausgeschlossen.

Dem US-Sender „Fox“ sagte Miller, die Steine müssten nach amerikanischem Recht zerstört werden. Er und Experten anderer Friedhöfe wollten in den nächsten Tagen genauere Untersuchungen an den etwa 140 Kilo schweren Steinen vornehmen. Erst dann könne man detaillierte Aussagen über deren Herkunft treffen. Auch Hobbygärtner Blackburn hofft auf eine schnelle Aufklärung des Falles.










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