"Zusätzliche Truppen": Israel kündigt "Intensivierung" der Offensive in Rafah an

Die Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens wird nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums "intensiviert". "Zusätzliche Truppen werden in Rafah einrücken", erklärte Verteidigungsminister Joav Gallant. (-)
Die Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens wird nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums "intensiviert". "Zusätzliche Truppen werden in Rafah einrücken", erklärte Verteidigungsminister Joav Gallant. (-)

Die Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens wird nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums "intensiviert". "Zusätzliche Truppen werden in Rafah einrücken und die (militärischen) Aktivitäten werden sich intensivieren", erklärte Verteidigungsminister Joav Gallant laut einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung bei einem Truppenbesuch vor Ort, der bereits am Mittwoch stattfand. Hunderte Ziele seien bereits angegriffen worden, und "unsere Streitkräfte manövrieren in dem Gebiet", sagte er demnach.

Seit etwa zehn Tagen führt die israelische Armee trotz internationaler Warnungen eigenen Angaben zufolge "gezielte" Einsätze am Boden und Bombenangriffe in Rafah aus, wo sie die letzten verbleibenden Bataillone der radikalislamischen Hamas verortet.

Seit Beginn der Evakuierungsaufrufe durch Israel in Rafah am 6. Mai sind UN-Angaben zufolge bereits 600.000 Menschen aus der Stadt geflohen. In Rafah nahe der Grenze zu Ägypten hielten sich zuvor rund 1,4 Millionen Menschen auf - viele von ihnen waren vor den Kämpfen aus dem Norden des Gazastreifens in den Süden geflohen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hält ungeachtet des internationalen Drucks an seinen Plänen für eine großangelegte Bodenoffensive in Rafah fest. Viele Menschen sind nach den Evakuierungsaufrufen in das Küstengebiet von Al-Mawasi geflohen, das Israel zur "humanitären Zone" erklärt hat. Satellitenbilder zeigen eine große, neu entstandene Zeltstadt südlich der Stadt Chan Junis.

kbh/ck