Zusammenstoß in der Nordsee - zwei ungleiche Frachter beteiligt

HELGOLAND/LANGEOOG (dpa-AFX) -Das nach einem Zusammenstoß in der Deutschen Bucht vermutlich gesunkene Schiff ist ein englischer Frachter mit einer Länge von 91 und einer Breite von 14 Metern. Wie aus Angaben des Tracking-Dienstes Vesselfinder weiter hervorgeht, hatte die "Verity" am Montagabend Bremen verlassen und war auf dem Weg nach Immingham, einem Hafen an der englischen Nordseeküste. Das 2001 in den Niederlanden gebaute Schiff fährt unter der Flagge der Isle of Man und hat auf der britischen Insel auch seinen Heimathafen. Es gehört zu der britisch-niederländischen Reederei Faversham Ships. Das Havariekommando ging davon aus, dass die "Verity" wegen der Kollision sank.

Der Frachter war am frühen Dienstagmorgen rund 22 Kilometer südwestlich der Insel Helgoland und 31 Kilometer nordöstlich der Insel Langeoog mit der "Polesie" zusammengestoßen, wie das Havariekommando mitteilte. Der Frachter "Polesie" gehört zur polnischen Reederei Polsteam Group, die ihren Sitz in Stettin (Szczecin) hat. Dieses Schiff ist 190 Meter lang und 28,5 Meter breit - also deutlich größer als die "Verity". Es wurde 2009 in China gebaut und fährt unter der Flagge der Bahamas. Es war seit Montagabend auf dem Weg von Hamburg nach La Coruña in Nordwest-Spanien.

Nach der Kollision wurden mehrere Menschen vermisst. Die Suche nach den Schiffbrüchigen laufe, hieß es vom Havariekommando. Demnach wurde ein Mensch aus dem Wasser gerettet und medizinisch versorgt. Die "Polesie" sei schwimmfähig und habe 22 Menschen an Bord.