Wie zuverlässig fährt der Fiat Panda im Alter?

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Kantiger Kult: Der Panda ist neben dem 500 die klassische Kleinwagenbaureihe von Fiat.
Kantiger Kult: Der Panda ist neben dem 500 die klassische Kleinwagenbaureihe von Fiat.

Kultautos aus Italien? Ferrari, Maserati und Co. - klar. Doch auch für den kleinen Geldbeutel gibt es italienischen Autokult - den Fiat Panda zum Beispiel. Was taugen neuere Modelle gebraucht?

Berlin (dpa/tmn) - Der Fiat Panda ist ein Klassiker unter den Kleinwagen und zählt neben dem 500 zu den bekanntesten Modellen der italienischen Marke. Als handlicher Fünftürer ist er zudem ein praktisches Alltagsauto.

Wer nach einem Gebrauchten Ausschau hält, sollte allerdings genau hinschauen und die Probleme kennen, die der Panda bei der Hauptuntersuchung (HU) machen kann.

Modellhistorie: Start der Modellreihe war 1980; die betrachtete dritte Generation kam 2012 heraus und stellt (Typ 312) im Grunde ein gründliches Facelift der Vorgängergeneration (Typ 169) dar.

Karosserievarianten: Der Panda ist ein fünftüriger Kleinwagen. Varianten gibt es beim Aufbau nicht, allerdings kamen Versionen mit Kunststoffbeplankung (Trekking, City Cross) und teils auch Allradantrieb (4x4) heraus.

Abmessungen (laut ADAC): 3,65 m bis 3,71 m x 1,64 m bis 1,67 m x 1,55 m bis 1,64 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 225 l bis 870 l.

Stärken: Der Panda ist ein übersichtliches und einfach zu bedienendes Auto. Laut «Auto Bild Tüv Report 2020» ist der 312er ausgereifter als sein Vorgänger. Bei der HU machen Bremsleitungen und Feststellbremse wenig Ärger. Ebenfalls kaum mängelbehaftet: die Auspuffanlage von Exemplaren, die im Alter von drei Jahren beim Tüv vorfahren.

Schwächen: Schon bei der ersten HU schneiden Achsaufhängungen sowie Federn und Dämpfer unterdurchschnittlich ab, im Alter wird das nicht besser. Die Fußbremse zieht in fast allen Jahren ungleichmäßig, dazu machen Ölverlust und wenig haltbare Abgasanlagen häufig Probleme. Die Durchfallquote des Pandas bei der Abgasuntersuchung (AU) ist wegen Fehlern im Motormanagement hoch. Die Tücken überwiegen insgesamt.

Pannenverhalten: «Der Fiat Panda zeigt ein sehr wechselhaftes Bild», schreibt der ADAC mit Blick auf seine Pannenstatistik. Jüngere Autos mit Erstzulassung 2017 schnitten gut ab, ältere Jahrgänge landeten allenfalls im Mittelfeld. Als Pannenschwerpunkte werden schlappe Batterien (2012 bis 2016) und defekte Schaltgestänge (2013) genannt.

Motoren: Benziner (Zwei- und Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 51 kW/69 PS bis 66 kW/90 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 55 kW/75 PS und 70 kW/95 PS; Erdgas (Zweizylinder, Front- und Allradantrieb): 52 kW/70 PS und 63 kW/85 PS. Seit 2020 ist ein Dreizylinder Mild-Hybrid im Programm, der die meisten Gebrauchtwagenkäufer noch nicht interessieren dürfte.

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Panda 0.9 TwinAir 4x4 Rock (2013); 63 kW/85 PS (Zweizylinder); 83 000 Kilometer; 6475 Euro. - Panda 1.2 8V Pop (2013); 51 kW/69 PS (Vierzylinder); 83 000 Kilometer; 3725 Euro. - Panda 0.9 TwinAir Natural Power Trekking (2015); 110 kW/149 PS (Zweizylinder); 76 000 Kilometer; 7875 Euro.