Zwölf Stunden: Kulturbrauerei - ein Besuch in der Festung der Kiezkultur

PR-Manager Johannes Martin prüft das neue Monatsplakat für die Veranstaltungen im „Kesselhaus“

10:45 Uhr Das Backsteinensemble steht trutzig wie eine Burg an der Schönhauser Allee. So hatte der Berliner Architekt Franz Schwechten es Ende des 19. Jahrhunderts zur größten Brauereistätte Berlins erweitert und ausgebaut. Rund um die sieben Höfe befanden sich auf 25.000 Quadratmetern Fläche Sud- und Brauhäuser, Fasslager, Eiskeller, Remisen für Pferde und Auslieferungswagen. 1920 war die neue Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei die weltgrößte Lagerbierbrauerei. Nach dem Krieg als VEB-Schultheiss-Brauerei weitergeführt, endete der Brauereibetrieb 1967. Das Gelände wurde unter Denkmalschutz gestellt und nach der Wende sukzessive für mehr als 100 Millionen D-Mark als Kulturprojekt saniert. Heute besuchen über 1,5 Millionen Gäste im Jahr Hunderte von Veranstaltungen. Manche Touristen leihen sich dort auch Räder. Sascha Möllering von Berlin on Bike gibt Helme und Westen für die beliebte Tour "Street Art Berlin" aus. Sie dauert 3,5 Stunden und kostet 24 Euro, inklusive Leihrad. Der 43-Jährige hatte als Marketing-Fachmann gearbeitet, bevor er sein Hobby zum Beruf machte.

11:10 Uhr "Das Museum finden Sie im letzten Hof", erklärt Stefanie Gronau zwei Touristen aus den Niederlanden. Die 49-Jährige arbeitet im Büro des Kultur- und Tourismusmarketing Berlin-Pankow. Bis 19 Uhr hat die Informationsstelle im Haus 2 geöffnet. "Rund 60 Prozent unserer Kunden kommen aus dem Bundesgebiet, 40 Prozent sind ausländische Touristen", sagt die Projektleiterin. Sie bietet auch Führungen über das Gelä...

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