Zwölf Tote durch Autobomben in Nordsyrien

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Rettungskräfte nahe Kulturzentrum in Asas

Bei zwei Autobomben-Anschlägen im türkisch besetzten Nordsyrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zwölf Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Sieben Zivilisten starben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag bei einem Anschlag nahe einem Kulturzentrum in der Stadt Asas. Bei einem Anschlag auf einen von Türkei-treuen Rebellen gehaltenen Kontrollpunkten wurden demnach fünf Kämpfer getötet.

Im türkisch besetzten Norden Syriens kommt es immer wieder zu derartigen Bombenanschlägen. Die Türkei macht dafür regelmäßig kurdische "Terroristen" mit Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verantwortlich.

Türkische Streitkräfte und ihre syrischen Verbündeten hatten die Gebiete im Nordosten Syriens in den vergangenen zwei Jahren von kurdischen Kämpfern erobert.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 wurden in Syrien bereits mehr als 387.000 Menschen getötet, Millionen Syrer wurden vertrieben.

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