Zwölf Tote bei Bandenkämpfen in Gefängnis in Venezuela

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden in einem Gefängnis in Venezuela sind zwölf Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Neun der Todesopfer seien an Schusswunden gestorben, sagte ein Sprecher des Ministeriums für den Strafvollzug am Mittwoch. Die Zusammenstöße waren demnach am Dienstagmorgen (Ortszeit) in der Strafanstalt José Antonio Anzoátegui in Barcelona im Osten Venezuelas ausgebrochen, die als eine der gewalttätigsten im Land gilt.

Der Ministeriumssprecher führte aus, in dem Gefängnis habe es Reformen gegeben, um die Insassen zu entwaffnen, aber es gebe "hier und dort noch Waffen". Der Vorfall werde nun untersucht, die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen.

Die Bedingungen in venezolanischen Gefängnissen gelten als verheerend. Die Haftanstalten sind oft überbelegt, veraltet und verschmutzt. Gewalt ist an der Tagesordnung, viele Gefängnisse werden von schwer bewaffneten Banden kontrolliert. In Venezuela herrscht derzeit überdies eine wirtschaftliche und politische Krise. Die Mitte-rechts-Opposition organisiert daher immer wieder Proteste gegen die sozialistische Regierung von Staatschef Nicolás Maduro, die in den vergangenen Wochen immer wieder in Gewalt ausarteten.

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