Werbung

Anschlag an Schwedens Parlament geplant: Zwei IS-Anhänger in Thüringen festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat im Raum Gera in Thüringen zwei mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Sie sollen geplant haben, am schwedischen Parlament Polizisten und andere Menschen zu erschießen. (Jonathan NACKSTRAND)
Die Bundesanwaltschaft hat im Raum Gera in Thüringen zwei mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Sie sollen geplant haben, am schwedischen Parlament Polizisten und andere Menschen zu erschießen. (Jonathan NACKSTRAND)

Die Bundesanwaltschaft hat im Raum Gera in Thüringen zwei mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Sie sollen unter anderem geplant haben, am schwedischen Parlament in Stockholm Polizisten und andere Menschen zu erschießen, wie die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Dazu soll es bereits konkrete Vorbereitungen gegeben haben.

Einer der Männer, Ibrahim M. G., soll sich von Deutschland aus als Mitglied dem IS-Ableger Islamischer Staat Provinz Chorasan angeschlossen haben. Die Provinz umfasst insbesondere Afghanistan und östliche Teile des Irans. Nach den Ermittlungen soll der IS-Ableger ihn im Sommer 2023 mit einem Anschlag als Reaktion auf Koranverbrennungen in Schweden beauftragt haben.

Fortan soll er zusammen mit dem zweiten Festgenommenen, Ramin N., einen Anschlag am schwedischen Parlament in der Hauptstadt Stockholm geplant haben, um "Polizisten und andere Personen" zu töten. Dazu sollen sie bereits "konkrete Vorbereitungen" getroffen und insbesondere zu den örtlichen Gegebenheiten recherchiert haben. Versuche der Beschaffung von Waffen seien noch erfolglos geblieben.

Bereits zuvor sollen die Beschuldigten in Deutschland rund 2000 Euro an Spenden für den IS in Nordsyrien gesammelt haben. Voraussichtlich am Dienstag und Mittwoch sollten beide dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser muss über die Haftbefehle und den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte, die Gefahr durch islamistischen Terrorismus sei weiterhin "akut". "Wir bleiben sehr wachsam und wir handeln konsequent, um islamistische Anschläge zu verhindern", betonte sie. Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson sagte, die Sicherheitsbehörden beider Länder stünden in engem Kontakt, um den Vorfall genau zu untersuchen.

xmw/cfm