Zwei Jahre nach dem Germanwings-Absturz: Vater des Copiloten erhebt Vorwürfe gegen die Ermittler

Zwei Jahre ist es am Freitag her, dass ein Flugzeug der Germanwings in den französischen Alpen abstürzte. 150 Menschen starben damals, die Schuld wurde einem mutmaßlich psychisch kranken Copiloten gegeben. Er soll, so die bisherige Erkenntnis, das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht haben.

Diese Lesart der Ereignisse will der Vater des Piloten so nicht stehen lassen. Der Wochenzeitung Die Zeit sagte er, es gebe keinen einzigen belastbaren Beleg dafür, dass sein Sohn sich und die Passagiere vorsätzlich getötet habe.

Elmar Giemulla, der Anwalt der Opferfamilien, von denen sich viele zum Jahrestag an der Unfallstelle einfinden, wandte sich gegen die Darstellung des Vaters. Die Angehörigen seien schockiert und sprachlos. Der Jahrestag verlange Stille und Konzentration.

Der Vater des Piloten erhebt schwere Vorwürfe: Man habe manche Dinge gar nicht ermitteln wollen. Dabei stützt er sich auf ein neues Gutachten eines Luftfahrtjournalisten, der die 16.000 Seiten starken Ermittlungsakten ausgewertet hat. Es soll am Freitag in Berlin vorgestellt werden.

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