Zwei junge Frauen nach Tod von Kim Jong Uns Halbbruder vor Gericht

Zwei Monate nach der Ermordung des Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jung Un in Malaysia sind zwei beschuldigte junge Frauen einem Richter vorgeführt worden. Die 25-jährige Indonesierin und die 28-jährige Vietnamesin wurden am Donnerstag in ein Gericht unweit des Flughafens von Kuala Lumpur gebracht. Die Staatsanwaltschaft fordert, den Mordprozess vor einem höheren Gericht zu führen. Bei einem Schuldspruch droht beiden Frauen die Todesstrafe.

Kims Halbbruder Kim Jong Nam war am 13. Februar am Flughafen von Kuala Lumpur ermordet worden. Die malaysischen Ermittler gehen davon aus, dass die beiden jungen Frauen ihn mit dem Nervengift VX töteten. Im März wurden sie wegen Mordes angeklagt. Die Frauen beteuern aber, bei dem Anschlag hinters Licht geführt worden zu sein. Südkorea verdächtigt Pjöngjang, hinter dem Attentat zu stecken. Pjöngjang bestreitet das.

Der 45-jährige Kim Jong Nam war bei der nordkoreanischen Führung vor längerer Zeit in Ungnade gefallen. Der Mord führte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Malaysia und Nordkorea. Beide Staaten wiesen die jeweiligen Botschafter aus und untersagten zeitweilig den Bürgern des jeweils anderen Landes die Ausreise. Erst Ende März wurde die Leiche nach Nordkorea überführt.

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