Zwei Terrorverdächtige aus Spanien waren bei Brüssel-Anschlägen am Flughafen

Der Verdacht gegen zwei in Spanien festgenommene mutmaßliche Kontaktmänner der Attentäter von Brüssel scheint sich zu erhärten: Die beiden mutmaßlichen Islamisten hätten zugegeben, dass sie am 22. März 2016 am Brüsseler Flughafen waren, als dort die Bomben explodierten, teilten die spanischen Justizbehörden am Donnerstagabend mit. Eine Beteiligung an dem Attentat wiesen die Verdächtigen demnach aber zurück.

Die spanische Polizei hatte am Dienstag bei Razzien in Barcelona und weiteren Städten in Katalonien insgesamt neun Verdächtige festgenommen, einen Spanier und acht Marokkaner. Zwei der Festgenommenen sind nach Polizeiangaben mögliche Kontaktmänner der Selbstmordattentäter, die am Flughafen und in der U-Bahn der belgischen Hauptstadt 32 Menschen mit in den Tod rissen. Ob sie direkt in die Anschläge verwickelt waren, ist aber noch unklar.

Den spanischen Ermittlern zufolge waren die beiden Verdächtigen vom 16. bis 23. März 2016 in Brüssel - nach eigenen Angaben, um ein Auto zu kaufen. Wie ein Sprecher des für Terrorverfahren zuständigen Gerichts Audiencia Nacional sagte, gaben die Männer jedoch zu, in Brüssel auch einen Cousin der Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui getroffen zu haben, die sich in der belgischen Hauptstadt in die Luft sprengten.

Die Brüsseler Anschläge waren von einer Zelle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübt worden, die auch hinter den Anschlägen in Paris im November 2015 steckte. Nach Angaben der spanischen Ermittler wurde bei einem der Festgenommenen der Ausdruck einer Karte gefunden, auf der die Fahrtroute des mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam von Deutschland nach Brüssel eingezeichnet ist. Der Franzose gilt als einziger Überlebender der Attentäter von Paris.

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