Zwei Tote bei Notlandung von Flugzeug in Birma

Vier ausländische Touristen unter den Verletzten

Bei der Notlandung eines Passagierflugzeugs im Osten Birmas mit mehreren ausländischen Touristen an Bord sind zwei Menschen ums Leben gekommen und elf weitere verletzt worden. Die Maschine vom Typ Fokker-100 sei etwa drei paar Kilometer vom Flughafen Heho entfernt notgelandet, teilte die Fluggesellschaft Air Bagan mit. Unter den Verletzten seien vier Ausländer, erklärte das birmanische Informationsministerium. An Bord der Maschine waren 65 Passagiere.

Bei der Evakuierung des Flugzeugs sei die Leiche eines Passagiers entdeckt worden, der bislang noch nicht identifiziert worden sei, hieß es in einer Erklärung von Air Bagan. Laut Infomationsministerium handelt es sich um einen elfjährigen Jungen. Das andere Todesopfer sei ein Mopedfahrer, den das Flugzeug überfahren habe.

Ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Flugzeug sei bei der Notlandung in der Mitte durchgebrochen. Die genauen Gründe für die Notlandung sind noch unklar. Die Piloten, die darüber Auskunft geben könnten, seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Air-Bagan-Sprecher Ye Min Oo.

Ein Regierungsvertreter sagte, im Anflug auf den Flughafen Heho sei ein Feuer in einem der Triebwerke des Flugzeugs gemeldet worden. Ein Reiseführer, der sich am Unfallort aufhielt, berichtete, der Motor der Maschine habe in Flammen gestanden. Das Feuer habe "fast das ganze Flugzeug" zerstört und die Insassen hätten wegen des Rauchs unter Atemnot gelitten.

Air Bagan ist eine birmanische Inlandsfluggesellschaft, die über zwei Fokker-100 verfügt. Maschinen dieses Typs werden heute nicht mehr gebaut. Im südostasiatischen Birma boomt der Tourismus nach der Isolation wegen der jahrzehntelangen Militärherrschaft. Heho liegt in der Nähe des Inle-Sees, einer beliebten Touristenattraktion.

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