Zweite Liga: Union steckt in der Komfortkrise

Ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Vereinsgeschichte geht dem Zweitligaklub die Luft aus. Doch Spieler und Trainer bleiben gelassen.

Berlin.  Am Morgen danach versuchten sie wieder klarzusehen bei Union. Zwei Männer in Shorts reinigten die Scheiben der Geschäftsstelle. Einseifen, Abziehen. Nachwischen, Trocknen. Polieren. Und von vorn. Schaute man an diesem Morgen von draußen ins Köpenicker Innenleben, waren die Scheiben keineswegs schmutzig, aber doch einigermaßen beschlagen. Beim Remis (2:2) in Düsseldorf hatten die Berliner am Sonntagnachmittag spät zwei Punkte liegen gelassen.

80 mittelmäßige Minuten sah es bei den auf- und abstiegsunverdächtigen Rheinländern nach einem Auswärtsdreier aus, bevor Union eine 2:0-Führung innerhalb von zehn Minuten wieder hergab. "Weder Düsseldorf noch das Stadion haben daran noch geglaubt", sagt Felix Kroos. Eine "gefühlte Niederlage", nennt Kroos' Kollege Damir Kreilach das.

Eine gelungene Halbzeit in drei Spielen

Kreilach diktierte damit freundlicherweise gleich eine Bilanz der englischen Woche Unions. Nach den Niederlagen gegen Hannover (0:2) und Aue (0:1) fand sie im Rheinland ihr unversöhnliches Ende. Union zeigte in den drei Spielen letztlich nur eine gelungene Halbzeit (die erste in Hannover) und holte einen Punkt. "Wir akzeptieren, dass es eine schlechte Woche war", sagt Kroos.

Man kann angesichts des dichten Aufstiegsfeldes kaum ausschließen, dass er am Saisonende erneut über sie reden müssen wird. Drei Punkte mehr hätte die Woche schon bringen müssen, um das mittlerweile uneigentlich formulierte Vorhaben direkter Aufstieg nachdrücklich zu dokumentieren. So aber schaut Kroos ...

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