Am zweiten Streiktag der GDL sollen rund 30 Prozent der Fernzüge fahren

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Leerer Bahnsteig während des ersten Streiks am 11. August

Bei der Deutschen Bahn sollen auch am zweiten Tag des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) bundesweit rund 30 Prozent aller Züge im Fernverkehr fahren. Wie das Unternehmen am Dienstagmorgen mitteilte, sollen im Regional- und S-Bahnverkehr rund 40 Prozent der Züge verkehren.

Laut Bahn gibt es starke regionale Unterschiede. Während in den Streikschwerpunkten wie der Region Südost mit den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur zehn bis 15 Prozent der Züge fahren würden, könne beispielsweise bei der S-Bahn München etwa jeder zweite Zug angeboten werden.

Der Streik der GDL im Personenverkehr läuft seit Montagmorgen, bereits seit Samstagabend gibt es Streiks im Güterverkehr der Deutschen Bahn. Enden sollen die Arbeitsniederlegungen am Mittwochmorgen um 02.00 Uhr.

In dem Tarifkonflikt pocht die Gewerkschaft auf eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und eine längere Laufzeit. Die Bahn hatte zuletzt angeboten, über eine Corona-Prämie zu verhandeln, bislang aber keine Höhe genannt. GDL-Chef Claus Weselsky lehnte das Angebot ab und sprach von einer "Nebelkerze".

Der Ersatzfahrplan für den Fern- und Regionalverkehr ist in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar und wird nach Angaben des Unternehmens laufend aktualisiert. Informationen dazu gibt es auch bei der kostenlosen Streikhotline unter 08000 99 66 33.

ck/

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