Zweiter Impfstoff gegen Ebola-Epidemie im Kongo im Einsatz

Impfung in Goma im August

In der Demokratischen Republik Kongo kommt nun ein zweiter Impfstoff gegen die seit mehr als einem Jahr grassierende Ebola-Epidemie zum Einsatz. Der für den US-Konzern Johnson & Johnson produzierte Impfstoff werde seit Donnerstag in Goma im Osten des Landes verwendet, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) der Nachrichtenagentur AFP mit. Innerhalb von vier Monaten sollen demnach 50.000 Menschen damit geimpft werden.

Mehr als 250.000 Menschen sind seit Anfang August 2018 mit einem Impfstoff des Pharmakonzerns Merck geimpft worden. Die WHO hatte auf die Einführung eines zweiten Impfstoffs gedrängt. Sie sieht darin "potenziell ein zusätzliches Mittel", um die Ausbreitung der Epidemie zu verhindern.

Die Ebola-Epidemie war am 1. August 2018 ausgebrochen. Es ist bereits die zehnte in dem Land. Betroffen ist vor allem der Osten des Landes. Im Juli hatte die WHO wegen der Ebola-Epidemie im Kongo den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Das Ebola-Virus war erstmals 1976 im Norden der Demokratischen Republik Kongo registriert worden und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Die Betroffenen leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in an inneren Blutungen und schließlich Organversagen.