Zypries fordert starke WTO zum Schutz des Freihandels

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat zum Schutz des Freihandels eine starke Welthandelsorganisation (WTO) angemahnt. "Wir setzen uns gemeinsam mit der WTO gegen Abschottung und Protektionismus ein", erklärte Zypries am Montag vor einem Treffen mit WTO-Chef Roberto Azevedo. "Gerade jetzt, wo der Freihandel unter Beschuss ist, brauchen wir eine starke WTO."

Zuletzt waren vor allem aus den USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump protektionistische Töne gekommen. Er will unter anderem einige Handelsabkommen neu verhandeln, weil er die USA darin benachteiligt sieht und verfolgt einen Ansatz, der die US-Wirtschaft an erster Stelle sieht.

Zypries erklärte, Abschottung und Protektionismus führten "in wirtschaftliche Sackgassen". Nur ein "freier und fairer Handel" ermöglichten Wachstum und Wohlstand.

Zypries wollte sich am Nachmittag in Berlin mit WTO-Chef Azevedo treffen und dabei aktuelle handelspolitische Themen besprechen. Am Abend empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Vorsitzenden internationaler Wirtschafts- und Finanzorganisationen. An dem Treffen nehmen neben Azevedo unter anderem auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, Weltbank-Präsident Jim Yong Kim und der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurría, teil.

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