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Ärmelkanal: 5 Menschen ertrinken bei versuchter Überfahrt nach Großbritannien

Der Tod von fünf Migranten bei dem Versuch den eiskalten Ärmelkanal in einem überladenen Boot zu überqueren, wirft erneut Fragen zum Umgang der französischen und britischen Behörden mit der Migrationskrise auf.

Der Präfekt von Pas-de-Calais beschuldigte in den sozialen Medien Menschenhändler, das Leben der Migranten in Gefahr gebracht zu haben. Für den Bürgermeister von Le Portel müssen London und Paris Lösungen finden.

"Wir Bürgermeister sind wirklich verzweifelt", so Bürgermeister Olivier Barbarin. "Wir sind da, um alles im Auge zu behalten, um Kleidung zur Verfügung zu stellen, um kommunale und nationale Solidarität zu zeigen, aber darüber hinaus sind wir völlig machtlos. Ich denke, wir müssen wirklich eine Lösung zwischen Frankreich und England finden."

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Boulogne-sur-Mer waren bereits etwa 15 Personen an Bord als auf offener See weitere dazustiegen. Aufgrund von Wellengang und steigender Flut kenterte das Boot. Das französische Rettungsboot "L'Abeille Normandie" konnte 32 Menschen retten.

In einem Sonntagsinterview mit US-Fernsehsendern forderte Papst Franziskus, dass Migranten, die oft als Objekte behandelt werden, nicht vor verschlossenen Türen stehen sollten, besonders in Ländern, in denen Arbeitskräfte benötigt werden.