17-jährige Krebspatientin konnte sich vor ihrem Tod fast alle Wünsche erfüllen

Den Kampf gegen den Krebs gab Alice Pyne auch dann nicht auf, als die Ärzte ihr die Hoffnung nahmen.  Im Internet veröffentlichte das Mädchen eine Liste mit all den Dingen, die sie vor dem Tod noch erleben wollte. Nun starb Alice Pyne. Die meisten Wünsche der 17-Jährigen gingen zuvor in Erfüllung.

Die krebskranke Alice Pyne bei einem Besuch bei Premierminister David Cameron. (Bild: Rex Features)Sie reiste nach Kenia, schwamm mit Haien, besuchte mit ihrem Hund Mabel eine Fernsehsendung und traf ihre Lieblingsband Take That. "Erledigt" steht hinter den meisten Wünschen, die Alice Pyne auf ihrer Homepage auflistet. In ihrem Blog (www.alicepyne.blogspot.co.uk) berichtete das Mädchen aus dem englischen Städtchen Ulverston seit 2011 vom Kampf gegen Krebs, vom Alltag mit ihrer Familie und von den zahlreichen Krankenhausaufenthalten.
Pyne erstellte eine "to-do"-Liste mit Dingen, die sie noch erleben wollte, bevor sie sterben müsse. Schnell verbreitete sich die traurige Geschichte im Internet, die Medien berichteten und ganz England half, die Träume wahr zu machen. Sogar Premierminister David Cameron lud Pyne in seinen Amtssitz in die Londoner Downing Street ein.

Seit Samstag ist nun eine traurige Nachricht auf Alice Pynes Internetseite zu lesen. "Unsere geliebte Alice hat ihr Paar Flügel bekommen. Sie verstarb friedlich", schreibt Mutter Vicky. "Simon, Milly und ich waren an ihrer Seite. Wir sind am Boden zerstört und wissen, dass unser Leben niemals so sein wird wie bisher."

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Bei der 17-jährigen Alice war vor sechs Jahren Morbus Hodgkin, eine seltene Art von Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden. Ihre Eltern Vicky und Simon und die jüngere Schwester Milly hatten sie durch diverse Chemo- und Bestrahlungstherapien begleitet. Nach zahlreichen Behandlungen stellte sich keine Besserung ein; eine Knochenmarktransplantation musste abgesagt werden, weil die Ärzte Alice wegen ihrer schlechten Blutwerte nicht operieren wollten. "Der Krebs frisst sich durch meinen Körper", kommentierte sie damals die hoffnungslose Lage auf ihrem Blog. Ihr war bewusst, dass sie den Kampf gegen die Krankheit nicht mehr gewinnen konnte.

Bis zu ihrem Tod warb Alice Pyne für Knochenmarkspenden. Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" verzeichnete die Spender-Organisation "Anthony Nolan" in dieser Zeit über 40.000 Neuanmeldungen in der Kartei. Im vergangenen Jahr wurde Alice mit der British-Empire-Medaille ausgezeichnet, weil sie über 100.000 Pfund (etwa 120.000 Euro) für wohltätige Zwecke sammelte. Sie gründete auch die Organisation "Alice’s Escapes". Die ermöglicht es Eltern mit einem schwerkranken Kind, in den Urlaub fahren zu können. Dieses ehrenamtliche Projekt wollen die Eltern von Alice laut "Daily Mail" fortführen.

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Ein paar wenige Wünsche allerdings sind unerfüllt geblieben. Ganz oben in der Liste steht die Hoffnung, jeder Mensch möge Knochenmark spenden. Und dass sich jeder eine "to-do"-Liste anlegt, in der er all seine Träume festhält, damit sie wahr werden, so wie bei Alice Pyne.

 

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