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1 Jahr nach dem Erdbeben in der Türkei: Familien leben noch immer in Zelten

Seit dem Erdbeben vor einem Jahr sind 700.000 Menschen in der Türkei wohnungslos oder nur notdürftig untergebracht. Am schlimmsten betroffen war und ist die Stadt Antakya - 90 Prozent der Gebäude wurden zerstört. Die Hälfte der 53.OOO Todesopfer starb in der Provinz Hatay.

Kamil Eder wohnt in seinem LKW

Kamil Eder lebt nun in seinem LKW. Er erinnert an die nicht eingehaltenen Versprechen. "Der Staat hat uns nichts erklärt, sie haben einfach abgerissen, wir haben keine Informationen, sie sagten uns, sie würden uns eine Wohnung anbieten, wann, wie, wissen wir nicht."

"Nachts ist es kalt im Zelt"

Trotz der Kälte leben Zehntausende in Zelten. Die Kinder und die Erwachsenen müssen nachts frieren. "Am Morgen ist es dann ok", sagt ein Junge in Antakya.

Sein etwas älterer Bruder erklärt zum Leben im Zelt: "Hier schlafen 3 Kinder auf dem Teppich, ich da drüben auf dem Sofa und mein kleiner Bruder auf dem Bett. Wir haben einen Antrag auf einen Container gestellt, aber wir haben noch nichts bekommen."

Wiederaufbau innerhalb eines Jahres?

Viele Familien warten weiter auf den Wiederaufbau, den Präsident Recep Tayyip Erdogan innerhalb eines Jahres versprochen hatte. Nur sehr wenige hatten das Glück, in einem der fertiggestellten Häuser unterzukommen, die Erdogan kurz vor dem Jahrestag des Erdbebens eingeweiht hat.