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10 Fakten über Netflix: Ein Blick hinter den Vorhang des Streaming-Giganten

Netflix, einst eine bescheidene DVD-Verleihfirma, hat sich zu einem Titanen der Unterhaltungsindustrie entwickelt.

Ungebrochene Faszination für Millionen Zuschauer: Streaming-Gigant Netflix (Foto: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo)
Ungebrochene Faszination für 260 Millionen Zuschauer: Streaming-Gigant Netflix. (Foto: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo)

Doch hinter dem glitzernden Vorhang von "Stranger Things" und "The Crown" verbergen sich Geschichten, die fast ebenso faszinierend wie die Serienhits sind – ein Blick auf zehn überraschende Fakten über Netflix.

Die Anfänge als DVD-Verleiher

Netflix wurde 1997 von Reed Hastings und Marc Randolph als DVD-Verleih per Post in Los Gatos, Kalifornien gegründet. Die Inspiration kam Hastings, als er eine späte Rückgabegebühr für eine "Apollo 13"-DVD zahlen musste. Diese simple, aber innovative Idee war der Beginn einer Revolution im Unterhaltungssektor.

Fast von Blockbuster gekauft

Im Jahr 2000 bot Netflix dem Videotheken-Marktführer Blockbuster an, das Unternehmen für ganze 50 Millionen Dollar zu kaufen. Blockbuster lehnte das Angebot ab – eine Entscheidung, die rückblickend als eine der größten Fehlentscheidungen in der Internet- bzw. Medien-Geschichte gilt. Heute ist Netflix fast eine Viertelbillion Dollar wert, während Blockbuster bis auf eine nostalgische Filiale in Bend, Oregon, verschwunden ist.

Was wäre wohl, wenn Blockbuster das Netflix-Angebot damals angenommen hätte... (Symbolbild: Getty)
Was wäre wohl, wenn Blockbuster das Netflix-Angebot damals angenommen hätte... (Symbolbild: Getty)

Der Wandel zum Streaming-Dienst

Im Jahr 2007 vollzog Netflix eine radikale Transformation und startete seinen Streaming-Dienst. Dieser Schritt, ausgelöst durch die schnelle Entwicklung des Internets und Veränderungen im Konsumverhalten, war ein Wendepunkt und markierte den Beginn des Endes für DVD-Verleihe.

Meister der Algorithmen

Netflix investierte früh in ausgeklügelte Algorithmen, um Nutzern personalisierte Inhalte vorzuschlagen. Die Technologie analysiert das Sehverhalten und die Vorlieben der Nutzer, um maßgeschneiderte Inhaltsvorschläge zu machen. Diese Innovation der Datenanalyse war entscheidend für das Nutzererlebnis und trug so ganz maßgeblich zum Durchbruch des jungen Streaming-Dienstes bei. Gleichzeitig hat das Sammeln von detaillierten Nutzerdaten über das Sehverhalten zu Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre geführt.

Der Schritt zur Eigenproduktion

Im Jahr 2013 ging CEO Reed Hastings ein großes Wagnis ein: Mit "House of Cards" begann Netflix erstmals, eigene Inhalte zu produzieren, was die Fernsehlandschaft nachhaltig veränderte. Die Polit-Drama-Serie mit Kevin Spacey und Robin Wright war nicht nur ein kritischer und kommerzieller Erfolg, sondern läutete auch das Zeitalter der "Netflix Originals" ein.

Elf Jahre ist es bereits her:
Elf Jahre ist es bereits her: "House of Cards" mit Hauptdarsteller Kevin Spacey debütierte auf Netflix. (Foto: REUTERS/Mario Anzuoni)

Massiver Wettbewerb im Streaming-Markt

Der Erfolg von Netflix hat zahlreiche Wettbewerber mit eigenen Diensten und Originals-Inhalten auf den Plan gerufen, darunter zunächst Amazon Prime Video, dann Disney+ und auch Apple TV+. Die hoch bewerteten Big-Tech- und Medien-Konzerne drängten mit großen Budgets auf den zunehmend gesättigten Markt, auf dem ständige Hit-Serien gefordert sind, um die Abonnenten bei Laune zu halten.

Oscar-Ruhm

In den folgenden Jahren hat sich Netflix von einem Streaming-Dienst zu einem der renommiertesten Filmstudios Hollywoods weiterentwickelt. Mit hochkarätigen Filmen wie "Roma" (2018), "Marriage Story" (2019), "Mank" (2020) und "Im Westen nichts Neues" (2022) hat Netflix sowohl Kritikerlob als auch Oscar-Auszeichnungen erhalten und ist zum mächtigsten Player der Filmindustrie aufgestiegen. Netflix investiert jährlich Milliarden Dollar in die Erstellung und Lizenzierung von Inhalten, um seinen Abonnenten eine vielfältige und hochwertige Auswahl zu bieten. 2024 beträgt das Content-Budget bereits enorme 17 Milliarden Dollar.

Infografik: Oscars 2022: Netflix am häufigsten nominiert | Statista
Infografik: Oscars 2022: Netflix am häufigsten nominiert | Statista

"Netflix and Chill" – Teil der Popkultur

"Netflix and Chill" hat sich als kulturelles Phänomen etabliert. Ursprünglich als Slang für einen entspannten Abend mit Netflix (und oft mehr) begonnen, spiegelt dieser Ausdruck die tiefe Verankerung des Unternehmens in der modernen Popkultur wider. Es symbolisiert eine neue Form der sozialen Interaktion und des Dating-Verhaltens, die eng mit der Marke Netflix verknüpft ist.

Globale Expansion

Netflix ist heute in über 190 Ländern verfügbar und produziert Inhalte in verschiedenen Sprachen. So gibt es inzwischen Originalfilme in Spanisch, Thai, Arabisch, Portugiesisch, Deutsch, Hindi, Japanisch, Französisch, Schwedisch oder Niederländisch. Diese Filme decken die verschiedensten Genres ab, darunter Drama, Komödie, Action, Fantasy und mehr. Die allumfassende globale Präsenz hat das Unternehmen nicht nur zum zentralen Akteur in der Unterhaltungsindustrie gemacht, sondern auch die Art und Weise revolutioniert, wie Geschichten weltweit erzählt, geteilt und erlebt werden.

Infografik: So kommen heimische Streaming-Serien an | Statista
Infografik: So kommen heimische Streaming-Serien an | Statista

13 Millionen neue Abonnenten im Weihnachtsquartal

Im gerade zu Ende gegangenen vierten Quartal 2023 konnte Netflix ein stärkeres Abonnentenwachstum als erwartet verkünden. Dank 13,1 Millionen neuer Mitglieder konnte Netflix einen neuen Abonnenten-Rekord vermelden – 260,8 Millionen zahlende Zuschauer per Ende Dezember 2023. Dieses Wachstum übertrifft die 8,76 Millionen Abonnenten des dritten Quartals deutlich. Der Umsatz stieg auf 8,83 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn auf 937,8 Millionen Dollar anzog.

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