Werbung

10-Jährige fängt extrem seltenen pinkfarbenen Grashüpfer

Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Fund liegt bei nur einem Prozent

Einen rosafarbenen Grashüpfer zu finden, ist eine Seltenheit. (Symbolbild: Getty Images)
Einen rosafarbenen Grashüpfer zu finden, ist eine Seltenheit. (Symbolbild: Getty Images)

Was wolltest du werden, als du klein warst? Als Kind hatten sicherlich so einige Menschen eine feste Vorstellungen davon, was man beruflich machen wird, "wenn man groß ist". Manche von uns haben das Glück, ihre Berufung bereits in jungen Jahren gefunden zu haben. So auch die 10-jährige Madeline Landecker aus Benton in Arkansas. Die will nämlich Tierärztin werden und ist an ihrer Schule bereits als "Käferexpertin" bekannt.

Diesem Titel hat sie nun alle Ehre gemacht: Denn in ihrem Garten konnte das junge Mädchen einen rosafarbenen Grashüpfer finden. Ein seltener Fund – so soll die Wahrscheinlichkeit, eine Heuschrecke mit dieser Farbe zu finden, bei nur einem Prozent liegen.

Käferexpertin bringt Grashüpfer zur Schule mit: "Alle fanden ihn großartig"

Jeder hätte das Insekt sicherlich nicht entdecken können – aber Madelines geschultes Auge wusste direkt, dass neben der Scheune ihrer Familie ein seltenes Fundstück auf sie wartete.

Denn wie sie von der New York Post zitiert wird, habe die Käferexpertin schon "als sie noch klein war" einen seltsam gefärbten Käfer in einem Buch gesehen. Deshalb soll das Mädchen auch gewusst haben, dass es sich um eine ganz besondere Heuschrecke handeln musste.

Zu Studienzwecken hat die kleine Nachwuchs-Tierärztin deshalb beschlossen, den Grashüpfer zu behalten. Sein neuer Name: Millie. In einem Notizbuch hält Madeline ihre Erfahrungen und Recherchen über Tiere jeder Art fest – und das jetzt auch über Millie.

Und den ersten öffentlichen Auftritt hatte die Heuschrecke auch bereits, denn die Käferexpertin brachte Millie mit in die Schule, um den seltenen Fund mit ihren Klassenkamerad*innen zu teilen. "Alle fanden ihn großartig. Die Lehrer haben Fotos gemacht", sagte sie gegenüber dem Lokalsender KARK.

Eine von etwa 500 Heuschrecken ist rosa

Denn dass man wirklich in den Genuss kommt, einen pinken Grashüpfer zu sehen, ist eine Seltenheit. Ähnlich wie bei Albinismus lässt sich der leuchtende Farbton der gefundenen Heuschrecke auf einen Zustand zurückführen, der als Erythrismus bezeichnet wird. Hiervon spricht man, wenn Tiere eine außergewöhnlich rote Färbung der Haare, Haut oder Federn aufweisen. Wie das Phänomen entsteht, ist nicht bekannt – eine mögliche Ursache können genetische Mutationen sein, die entweder für eine Überproduktion roter Pigmente oder eine Unterproduktion aller anderen Pigmente sorgen.

Laut der University of Wisconsin-Madison ist schätzungsweise eine von 500 Laubheuschrecken rosa. Wie BBC berichtet, gehen einige Expert*innen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, einen pinken Grashüpfer zu finden, bei etwa einem Prozent liegt.

Grund dafür könnte die Tatsache sein, dass die Insekten in ihrer normalen grünen Umgebung nicht mehr gut getarnt sind – so werden die rosafarbenen Tiere eher von Raubtieren gefunden und gefressen.

Vor einigen Jahren konnte der Käfer-Enthusiast Deri Saputa ebenfalls eine pinke Heuschrecke entdecken – die Bilder des Insekts hat er damals auf YouTube geteilt.

Weitere Studien in Planung: Laut Käferexpertin zu wenig Stinktiere an Schule

Auch Madeline hat genau richtig erkannt, dass der Fund eine seltene Gelegenheit ist, das besondere Insekt zu studieren. In der Schule beobachtet die Käferexpertin aber nicht nur Heuschrecken, sondern arbeitet auch gerade an einer Studie über Stinktiere.

So sollte es laut Madeline "mehr Stinktiere" in der Nähe der Schule geben, da die Tiere "gerne zusammen sind". Ein Rätsel, das das junge Mädchen sicherlich auch noch lösen wird.

Genauso wie die Frage, wie die rosafarbene Heuschrecke eines ihrer Beine verloren hat. Madeline hat aber bereits eine Theorie: "Ich glaube, eins der Hühner hat sie erwischt", erklärt Madeline. Denn neben dem Grashüpfer hat das junge Mädchen noch neun Hühner, zwei Hunde, zwei Katzen und ein Kaninchen. Man darf also gespannt sein, mit welchen neuen Erkenntnissen über Tiere die Käferexpertin ihre Mitmenschen in den nächsten Jahren noch so überraschen wird!