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10 Lebensmittel, die 2024 teurer geworden sind

Lebensmittel und die Inflation sind bereits im Jahre 2023 ein viel diskutiertes Thema gewesen. Die derzeitigen Tendenzen im noch gefühlt neuen Jahr 2024 zeigen: An der Aktualität der Teuerung ändert sich nichts.

Auch im Jahr 2024 bleibt die Inflation ein Thema. (Symbolbild: Getty)
Auch im Jahr 2024 bleibt die Inflation ein Thema. (Symbolbild: Getty)

Mit einer Inflationsrate von voraussichtlich 2,9 % für den Januar ist der große Anstieg zwar gebremst. Dennoch steigen die Preise für Lebensmittel, Dienstleistungen und Konsumgüter weiter an.

Zeit für einen Fakten-Check: Die folgenden Lebensmittel und Produktgruppen aus dem Bereich der Nahrungsmittel sind zum Ende des Jahres 2023 jedenfalls erneut deutlich teurer geworden. Möglicherweise handelt es sich hierbei um einen richtungsweisenden Fingerzeig für das Jahr 2024.

Teure Lebensmittel: Brötchen

Brötchen sind teurer geworden. (Symbolbild: Getty)
Brötchen sind teurer geworden. (Symbolbild: Getty)

Laut den aktuellen Inflationsdaten von Destatis gehören Brötchen als beliebte Backwaren zu den Lebensmitteln, die per Ende 2023 noch einmal deutlich teurer geworden sind. Der Auswertung des Statistischen Bundesamtes zur Folge sollen Brötchen um 33,1 Prozent gestiegen sein. Das heißt: Sie sind um fast ein Drittel teurer geworden binnen Jahresfrist.

Die Inflation von Brötchen hat insbesondere in den letzten Monaten zugenommen. Per Jahresanfang lag die Teuerung hier noch bei ca. 27 Prozent.

Schnittkäse: Passend zum Brötchen

Apropos, Brötchen: Wer sie mit Schnittkäse belegen möchte, der musste per Ende 2023 ebenfalls deutlich tiefer in die Taschen greifen. Destatis gibt die Teuerung in dieser Produktkategorie mit einem satten Preisaufschlag von 45,2 Prozent im Jahresvergleich an. Fast die Hälfte ist der beliebte Aufschnitt damit teurer geworden.

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Einzig positive Tendenz: Lebensmittel aus der Kategorie Schnittkäse haben zuletzt eine deutlich abflachende Preiskurve gesehen. Noch im April des Jahres 2023 lag die Preissteigerung bei über 60 Prozent. Möglicherweise normalisieren sich aber auch nur die Vergleichswerte aus dem jeweiligen Vorjahr.

Vollmilch: Ein Lebensmittel, das um 29 Prozent im Preis stieg

Wie sieht bei Milch aus? (Symbolbild: Getty)
Wie sieht bei Milch aus? (Symbolbild: Getty)

Ein Glas Milch zum Frühstück? Auch hier mussten Verbraucher zum Ende des Jahres 2023 erneut tiefer in die Taschen greifen. Laut der gleichen Auswertung von Destatis lag die Teuerung bei dem Grundnahrungsmittel bei 29 Prozent. Doch auch hier existiert eine positivere Tendenz.

Milch ist als Lebensmittel ebenfalls wieder im Preis gesunken, zuletzt sogar effektiv. Bereits im Sommer des Jahres 2023 titelten unter anderem Der Stern und Focus Money, dass der Preis für einen Liter erneut bei unter einem Euro läge. Auch zum Ende des Jahres hat es erneut günstigere Preise gegeben. Das Fazit für 2023 lautet trotzdem: Milch ist 29 Prozent teurer geworden.

Butter: Fast 19 Prozent teurer

Und wie teuer ist Butter? (Symbolbild: Getty)
Und wie teuer ist Butter? (Symbolbild: Getty)

Das letzte Grundnahrungsmittel, das Destatis per Ende 2023 ausgewertet hat, ist die Butter. Passend zum nun teureren Frühstück lag der Preis per Ende Dezember ebenfalls 18,9 Prozent im Plus. Allerdings: Auch die Butter hat ausgehend von einer Preissteigerung von bis zu 61,6 Prozent zum Dezember 2022 ein wenig an Preis-Momentum verloren.

Möglicherweise auch, weil der Vorjahresvergleichswert so hoch gewesen ist. Eine Teuerung um 61 Prozent zum Dezember 2022 führte dazu, dass der Dezember-Wert aus dem Jahre 2023 einen derart hohen Vergleichswert besaß.

Kartoffeln: Lebensmittel mit 45 Prozent Preisanstieg?

Auch Kartoffeln sind betroffen. (Symbolbild: Getty)
Auch Kartoffeln sind betroffen. (Symbolbild: Getty)

Das Statistische Bundesamt besitzt jedoch nicht die einzigen Erhebungen zu aktuellen Lebensmittelpreisen. Auch T-Online hat zu ausgewählten Produkten interessante Daten gesammelt. Besonders spannend: Sogar dahingehend, welche Lebensmittel im noch neuen Jahr 2024 bereits teurer geworden sind.

Laut deren Auswertung sind Kartoffeln von besonderen Preisanstiegen betroffen. Festkochende Kartoffeln seien um bis zu 45 Prozent im Preis gestiegen. Wobei die Referenz der durchschnittliche Preis per Ende Oktober ist. Saisonale Effekte spielen hier daher durchaus herein.

Saisonal teurer: Sonnenblumenöl

Öl ist ebenfalls nicht besonders günstig. (Symbolbild: Getty)
Öl ist ebenfalls nicht besonders günstig. (Symbolbild: Getty)

Neben Kartoffeln ist auch Sonnenblumenöl zum Jahreswechsel deutlich im Preis gestiegen. Laut T-Online seien die Preise im Vergleich zum Oktober um ca. 36,5 Prozent gestiegen. Auch das ist entsprechend ein Produkt, bei dem Verbraucher im neuen Jahr wieder tiefer in die Tasche greifen müssen.

Sonnenblumenöl ist jedoch nicht das Lebensmittel, das Platz zwei der Auswertung für sich beanspruchen kann. Offenbar existiert noch ein Produkt, das im letzten Jahresviertel um mehr als 40 Prozent im Preis gestiegen ist.

Lebensmittel Mehl deutlich teurer

Mehl des Typs 405 ist gemäß der Auswertung binnen drei Monaten um bis zu 43 Prozent gestiegen. Damit reiht sich das Grundnahrungsmittel ebenfalls in die Produktkategorien ein, bei denen Verbraucher hohe zweistellige prozentuale Preissteigerungen hinnehmen müssen.

Mit Blick auf die bisherige Auswertung ist das durchaus interessant. Der gestiegene Mehlpreis dürfte erklären, warum auch andere Lebensmittel deutlich teurer geworden sind. Erinnern wir uns zum Beispiel an die Brötchen zu Beginn unseres Überblicks, deren Teuerungsrate zum Jahreswechsel wieder zunahm.

Obst: Zweistelliger Aufpreis in 2024?

Wie ist die Lage beim Obst? (Symbolbild: Getty)
Wie ist die Lage beim Obst? (Symbolbild: Getty)

Spannend wird auch, wie sich die Preise der Lebensmittel im Jahre 2024 weiter entwickeln. Die Verbraucherzentrale warnt bereits, dass insbesondere im Segment der Nahrungsmittel die Gesamtkosten an Supermarktkassen deutlich anziehen. Im Fokus deren Betrachtung: Obst, das per Ende 2024 um 12 Prozent im Preis gestiegen ist.

Die Botschaft ist daher klar: Eine gesunde Ernährung wird immer kostspieliger. Aus diesem Grund mahnt die Chefin des Bundesverbands der Verbraucherschützer, dass eine gesunde Ernährung hierzulande keine Frage des Geldbeutels sein dürfe.

Lebensmittel? Naja: Aber Restaurantbesuche ebenfalls teurer

Auch im Restaurant kann es teuer werden. (Symbolbild: Getty)
Auch im Restaurant kann es teuer werden. (Symbolbild: Getty)

Ob Restaurantbesuche zum Bereich der Lebensmittel zählen kann durchaus diskutiert werden. Tatsächlich existiert diese Diskussion zumindest auf Steuerebene: Durch die Mehrwertsteuererhöhung von 7 Prozent auf 19 Prozent fällt die Privilegierung im Rahmen der Coronahilfen jedenfalls nun wieder weg.

Die logische Folge: Restaurantbesuche dürften im Jahre 2024 deutlich teurer werden. Branchenexperten zur Folge werden die meisten Restaurants die Preiserhöhungen direkt an die Verbraucher weiterleiten.

Auch Lichtblicke: Einige Lebensmittel werden günstiger

In welchen Bereichen wird es günstiger? (Symbolbild: Getty)
In welchen Bereichen wird es günstiger? (Symbolbild: Getty)

So düster die Prognosen in Teilen auch wirken mögen: Erste Prognosen machen auch Mut. T-Online beispielsweise fand heraus, dass Aufbackbrötchen um bis zu fast einem Viertel im Preis gesenkt worden sind. Zudem sei Paprika im Durchschnitt um 11 Prozent im Preis gesenkt worden.

Auch günstigere Preise bei vielen Milch- und Molkereiprodukten machen wieder Mut. Das Jahr 2024 könnte daher zweischneidig sein. Aber eine Erkenntnis ist und bleibt: So manches Lebensmittel dürfte auch in den kommenden Wochen und Monaten teuer sein. Oder sogar teurer werden.